Switzerland

Zwingt die Coronakrise Dubai in die Knie? Das Emirat steht vor dem Bankrott

Um die Jahrtausendwende hatte Scheich Mohammed bin Raschid Al Maktoum beschlossen, sein kleines Emirat zur Welthauptstadt des 21.Jahrhunderts auszubauen. «Wir wollen die Nummer eins in der Welt sein», verkündete der Herrscher von Dubai im November 2013, nachdem die Expo an den pulsierenden Stadtstaat am Persischen Golf vergeben worden war. Dass sich sechseinhalb Jahre später das verheerende Coronavirus auch Dubai einnisten und das Emirat (mit mittlerweile fast 700 Infizierten) lahmlegen würde, hatte niemand erwartet.

Die in den letzten Tagen vom Pariser Expo-Büro getroffene, aber noch nicht offiziell verkündete Entscheidung, die für Mitte Oktober geplante Expo um ein Jahr zu verschieben, ist für die Veranstalter eine Katastrophe. Wirtschaftsexperten bezeichnen die Absage als «Supergau», der das Ende des selbst proklamierten «Übermorgenlandes» bedeuten könnte.

Zehn Milliarden Dollar investiert

Fast zehn Milliarden Dollar hatte Dubai in den Prestige-Event investiert, der 25 Millionen Besucher anlocken sollte. Neun Milliarden Dollar, so die Prognosen, würden sie in den extravaganten Shoppingmalls des Emirates ausgeben. Die Expo, so die Hoffnung, würde der seit drei Jahren kriselnden Wirtschaft den ersehnten Aufschwung bringen.

Das Emirat hat einen Schuldenberg von 160 Milliarden Dollar aufgetürmt. Unterstützung vom reichen Nachbarn Abu Dhabi, der 2009 mit einer Finanzspritze von mehr als 20 Milliarden Dollar den Bankrott von Dubai verhinderte, kann das Emirat dieses Mal wohl nicht erwarten. Dafür sind die Ölpreise inzwischen zu tief gefallen.

Hoffnung auf eine rasche Überwindung der schweren Krise sehen Beobachter nicht. Bis zum Beginn der auf Herbst 2021 verschobenen Weltausstellung sind es noch anderthalb Jahre. Bis dahin dürfte das Expo-Momentum verpufft sein. Wie die Welt nach Corona aussehen wird, kann auch in den Emiraten niemand voraussagen. (wra)

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