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Zum Super-League-Beben: Wird jetzt alles besser? Nein!

Die Raffzahn-Klubs scheinen zur Besinnung zu kommen. Gerade mal knapp zwei Tage nach der Bekanntgabe, eine neue geschlossene Super League gründen zu wollen, steht diese schon wieder vor dem Aus.

Gut so! Aber es lässt auch tief blicken. Es zeigt, wie konzeptlos die abtrünnigen Top-Klubs geführt werden. Wer einer solch unsolidarischen Idee wie dieser Gier-Liga zustimmt, muss dies mit tiefer Überzeugung und höchst durchdacht tun. Nicht so sprunghaft wie die Klub-Bosse, die nun schon wieder umgefallen sind.

Gerade wegen dieses Vorgehens erstaunt es nicht, dass es genau jene Klubs sind, die Hunderte Millionen an Schulden angehäuft haben. Die es nicht hinkriegen, wie eine Dorf-Chäsi mittels Milchbüechli-Rechnung zu denken: nämlich gleich viel auszugeben, wie man einnimmt.

Und darum ist es gut, dass einige der grössenwahnsinnigen Schlüsselfiguren dieses Putschs aus dem Fussball verschwinden werden. Aber wird mit dem Ende der Super League alles besser? Nein.

Ein deutscher Journalisten-Kollege mutmasst auf Twitter, ob der ganze Wirbel nur inszeniert wurde, um die Champions-League-Reform geräuschlos durchzuwinken. Das ist am Montag passiert.

In der Tat kommt die Uefa im Moment zu gut weg, weil sie im Vergleich zur bösen Super League wie ein weisser Ritter daherkommt. Dabei wird die Uefa die Champions League ab 2024 weiter aufblähen. Zum Beispiel könnte dann Arsenal als Premier-League-Neunter dabei sein.

Auch das ist schlecht für den Fussball, auch da werden die kleinen Länder wie die Schweiz ausgeschlossen.

Aber in diesen Tagen muss man trotzdem froh sein, dass die ganz grosse Explosion am Ende wohl ausbleibt.

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