Switzerland

Zöllner lassen schwangere Frauen aus Deutschland einreisen

Megastaus an der Grenze, entzweite Familien oder Liebespaare, die sich nur noch über den Grenzzaun hinweg küssen können: Seit knapp drei Wochen sind die Grenzen zwischen der Schweiz und Deutschland geschlossen − teilweise komplett wie in Bad Zurzach, teilweise mit strikten Kontrollen wie in Koblenz. Damit will der Bund die Verbreitung des Coronavirus eindämmen und die Bevölkerung schützen.

Einreisen dürfen nur noch Schweizerinnen und Schweizer sowie Personen mit einer Aufenthaltsbewilligung, die aus beruflichen Gründen in die Schweiz einreisen müssen oder die sich «in einer Situation absoluter Notwendigkeit» befinden. Beispielsweise, wenn ein enges Familienmitglied stirbt oder eine bereits begonnene medizinische Behandlung nicht aufgeschoben werden kann.

Schwangere Frauen mit Wehen gelten an der Grenze als Härtefall

Zöllner lassen auch schwangere Frauen aus dem süddeutschen Raum einreisen, die sich in den Wehen befinden und sich in einem Schweizer Spital für die Geburt angemeldet haben. Zwar reicht gemäss Staatssekretariat für Migration (SEM) eine Schwangerschaft an sich als Einreisegrund nicht aus. Wenn aber eine Schwangere mit geplatzter Fruchtblase an der Grenze stehe, gelte dies als Härtefall und somit als Situation absoluter Notwendigkeit und die betroffene Person dürfe einreisen, schreibt das SEM auf Nachfrage.

Seit Beginn der Coronakrise verzeichne das Spital nur einen leichten Rückgang von Schwangeren aus dem süddeutschen Raum, sagt denn auch Spitaldirektor René Huber. «Die werdenden Mütter kommen bis jetzt gut über die Grenze», sagt er. Die Wahl, entscheiden zu können, wo das Kind zur Welt kommen soll, sei sehr wichtig, sagt der CVP-Grossrat. «Die Geburt ist ein sehr persönliches und einmaliges Erlebnis. Da muss alles stimmen.»

Im Asana Spital Leuggern stammt etwa ein Drittel der werdenden Mütter aus Deutschland − ganze ohne Werbung im süddeutschen Raum seitens des Spitals. Von den 786 Babys, die im vergangenen Jahr in Leuggern zur Welt kamen, hatten 280 Mädchen und Jungen deutsche Mamis. Im aktuellen Jahr bis Ende März zählt das Spital bisher 182 Babys, bei 65 reisten die Mütter für die Geburt extra in die Schweiz.

Die familiäre Atmosphäre Leuggern ist einer der Gründe, weshalb das kleinste Spital im Aargau nach den beiden Kantonsspitälern die grösste Geburtenrate verzeichnet. Hinzu kommt das Hebammensystem, nach dem schwangere Frauen nebst den angestellten Hebammen auch eine Beleghebamme auswählen können, zu der sie bereits eine Beziehung pflegen.

Ein weiterer Grund für deutsche Frauen sind die Vereinbarungen, die das Spital mit deutschen Krankenkassen getroffen hat. Zwar zahlen diese den gleichen Betrag, wie sie für eine Geburt in einem deutschen Spital zahlen würden und somit weniger als die Schweizer Kassen. Für das Spital lohnt es sich aber trotzdem, da sie einen Beitrag an die Fixkosten leisten, die das Spital ohnehin hat. Würden die werdenden Mütter aus Deutschland wegfallen, wäre es eine grosse Einbusse, so Huber.

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