Switzerland

Zahlen aus Intensivstationen zeigen: Das Coronavirus trifft auch gesunde Junge

Für junge Menschen ist das Coronavirus nicht gefährlich – diese Annahme ist weit verbreitet. Neuste Zahlen aus dem Universitätsspitals Zürich sowie von der Schweizerischen Gesellschaft für Intensivmedizin zeigen aber: Auch junge und eigentlich gesunde Menschen landen wegen Corona auf der Intensivstation.

Seit Beginn der Pandemie wurden in der Schweiz zwischen 800 und 1000 Menschen auf einer Intensivstation behandelt. Zwar war die Mehrheit von ihnen über 60 Jahre alt, dennoch waren fast 40 Prozent jünger als 60 – jeder Sechste sogar war jünger als 50. Und: Von den unter 40-Jährigen hatten über 75 Prozent keine Vorerkrankungen.

«Das gibt einem zu denken»

Wie Oberarzt Matthias Hilty, vom Institut für Intensivmedizin des Universitätsspital Zürich, gegenüber dem «Tagesanzeiger» sagt, müssen junge Menschen nicht zwingend eine Vorerkrankung haben, um schwer am Coronavirus zu erkranken – warum ist bisher unklar. Laut Hilty scheint es aber so, dass das Immunsystem bei ihnen zu Beginn der Erkrankung nicht richtig funktioniert. In dieser Zeit kann sich das Virus ungehindert im Körper vervielfachen.

Zwar gebe es bei jüngeren Personen auch bei der Grippe schwere Verläufe, jedoch nicht annähernd im gleichen Verhältnis wie beim Coronavirus. «Das gibt einem schon zu denken, dass es auch Junge nicht so selten schwer trifft», sagt Hilty. Bei den Zahlen fällt auch auf, dass viel mehr Männer kritisch erkranken als Frauen – der Anteil liegt bei ganzen 76 Prozent.

Überlebenswahrscheinlichkeit in den USA geringer

Wer auf die Intensivstation kommt, hätte laut Hilty ohne die intensivmedizinische Unterstützung oft keine Überlebenschance. In der Schweiz können rund 80 Prozent aller schwer erkrankten Patienten die Station wieder lebend verlassen. Bei Personen unter 50 Jahren überlebten sogar über 96 Prozent. «Das ist in Anbetracht der Schwere der Erkrankung sehr erfreulich und nicht selbstverständlich», sagt Hilty.

Denn in anderen Ländern sieht das teilweise ganz anders aus: Gemäss Studien liegt die Überlebenswahrscheinlichkeit auf der Intensivstation in den USA bei allen Patienten beispielsweise bei etwa 63 Prozent. In der Lombardei überlebten während der ersten Welle gerade mal 55 Prozent der Patienten. (bra)

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