Switzerland

Weltrekord-Sportchef Rune Soltvedt: «Ich fühlte mich wie ein 100-Meter-Läufer bei Olympia»

Rune Soltvedt lacht. «Ja, ich trage tatsächlich eine Schweizer Uhr», sagt er zu SonntagsBlick. Geholfen hätte ihm die Uhr «Made in Switzerland» an besagtem Tag aber nicht. Rückblende. Am Montag, dem 5. Oktober 2020 stellte der Sportchef des dreifachen norwegischen Meisters Brann ­Bergen einen neuen Transfer-Weltrekord auf. Um 23.59 Uhr und 59 Sekunden verpflichtete er ­damals Sander Svendsen vom ­dänischen Klub Odense BK. Eine Sekunde später, und der Transfer des Flügelspielers wäre von der Fifa nicht anerkannt worden.

«Das war wirklich sehr knapp», erinnert sich Soltvedt. Im Verlauf des Nachmittags hätte er erfahren, dass es möglich sei, Svendsen auszuleihen. «Dann wurde es hektisch. Ich musste dauernd zwischen meinem Büro und dem Drucker hin- und herrennen. Ich hatte gar keine Zeit, zu überlegen, ob wir diesen Transfer rechtzeitig hinkriegen, merkte aber, dass es knapp werden würde.»

Sehr knapp sogar! Eine Sekunde vor Mitternacht bekam er von der Fifa endlich die Bestätigung, dass die Dokumente fristgerecht eingereicht wurden. Sich freuen konnte er aber trotzdem immer noch nicht. «Erst zwei Tage später erhielten wir die formelle Transfer-Bestätigung. Ich fühlte mich rückblickend wie ein 100-Meter-Läufer, der bei Olympischen Spielen eine Medaille gewann.»

«Wir müssen geduldig sein»

Hat sich denn der Last-second-Transfer sportlich gelohnt? «Ja, Sander machte einige gute Spiele für uns, vor allem, als er beim Sieg gegen unseren Rivalen Rosenborg Trondheim ein wichtiges Tor schoss. Mittlerweile ist die Leihe aber zu Ende und er spielt wieder in Odense.»

Der 51-jährige Soltvedt wirkt im Gespräch entspannt. Kann er auch, denn die neue Saison beginnt in Norwegen erst Anfang April und das Transferfenster, das diesen Freitag aufging, ist bis zum 7. April geöffnet. Genug Zeit also, um ohne Hektik neue Spieler zu ­verpflichten. Doch Soltvedt sagt: «Auch wir haben wegen Corona geringe finanzielle Mittel. Deshalb müssen wir abwarten und geduldig sein.» Klingt wieder nach einem Transfer auf den ­letzten Drücker ...

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