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Warum die Zahl der Toten in Hubei stark angestiegen ist

Verdachtsfälle, die gewisse Kriterien erfüllen, werden neu ohne Virusnachweis als bestätigte Fälle gezählt. Das wirft Fragen auf.

Eine Patientin wird in Wuhan in ein temporäres Spital aufgenommen und erhält ein Band um das Handgelenk.

Eine Patientin wird in Wuhan in ein temporäres Spital aufgenommen und erhält ein Band um das Handgelenk.

Imago

Die Zahl der Todesopfer und bestätigten Erkrankungsfälle ist in der zentralchinesischen Provinz Hubei seit Mittwoch sprunghaft angestiegen. Demnach hat sich die Zahl der am neuen Coronavirus verstorbenen Patienten an dem Tag mit 242 Fällen mehr als verdoppelt, wie die Regionalregierung mitteilte. Damit lag die offizielle Zahl der Todesopfer in Festlandchina zu diesem Zeitpunkt bei rund 1350.

Der starke Anstieg der Fallzahlen hat laut der Gesundheitskommission der Provinz mit der Art der Erfassung der Fälle zu tun. Das Vorgehen sei nach einer Untersuchung überarbeitet worden, hiess es. Gab es früher nur Verdachtsfälle und bestätigte Fälle, haben die Behörden nun bei ihrem Meldesystem eine dritte Kategorie eingeführt: klinisch diagnostizierte Fälle. Diese bilden eine Untergruppe der bestätigten Fälle.

Verdachtsfälle zu bestätigten Fällen gemacht

Im Gegensatz zu den bisherigen bestätigten Fällen, die einen Nachweis des neuen Coronavirus voraussetzten, betreffen die klinisch diagnostizierten Fälle laut Zeng Guang vom chinesischen Center for Disease Control and Prevention Patienten, die nicht positiv auf das Virus getestet wurden, deren Symptome und klinische Untersuchung aber sehr stark auf eine Infektion mit dem neuen Coronavirus hindeuten. Mit der neu geschaffenen Kategorie sind viele bisherige Verdachtsfälle auf einen Schlag zu bestätigten Fällen gemacht worden. Das erklärt den markanten Anstieg in der Statistik.

Laut den chinesischen Behörden soll die neue Klassifikation helfen, dass Patienten rascher als bisher eine Behandlung erhalten können. Diese Aussage erstaunt, würde man doch erwarten, dass sich die medizinische Behandlung der Patienten in erster Linie nach dem Schweregrad der Erkrankung richtet und nicht nach dem Vorhandensein des Virus. Dies gilt umso mehr, als bis jetzt kein nachweislich wirksames Medikament gegen das neue Coronavirus zur Verfügung steht. Schwer Erkrankte sind daher auf unterstützende Therapien angewiesen – Patienten in kritischem Zustand zusätzlich auf die Möglichkeiten einer modernen Intensivstation.

Ein plausibler Grund für die neue Kategorie der klinisch diagnostizierten Fälle dürften Engpässe bei den Labortests sein. Schon länger gibt es Spekulationen, wonach die bisher berichteten Fallzahlen weniger das wirkliche Ausmass der Epidemie zeigen als vielmehr die begrenzte Kapazität des chinesischen Gesundheitssystems, Fälle zu identifizieren und zu melden. Die neue Kategorie könnte hier eine Verbesserung bringen. Zudem steht sie in Übereinstimmung mit den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

In Übereinstimmung mit WHO-Richtlinien

In ihren Ende Januar veröffentlichten Richtlinien zur Überwachung des neuen Coronavirus schreibt die WHO, dass bei jedem Verdachtsfall wenn möglich ein Labortest durchgeführt werden solle. Im Falle einer sehr intensiven Virusausbreitung oder bei knappen Ressourcen könne aber auch nur stichprobenartig nach dem Erreger gefahndet werden. Eine solche punktuelle Testung findet übrigens in der Schweiz im Rahmen der Grippeüberwachung statt. Dabei testen und melden nur einzelne repräsentativ ausgewählte Ärzte über das sogenannte Sentinella-Meldesystem ihre Influenzafälle den Gesundheitsbehörden.

Dass beim neuen Coronavirus die Diagnose auch ohne Erregernachweis möglich ist, ist aus medizinischer Sicht zu begrüssen. Denn nicht immer gelingt der Virusnachweis mit dem üblichen Abstrich aus dem Nasen-Rachen-Raum. Das hat damit zu tun, dass sich das Virus typischerweise in den unteren Luftwegen vermehrt. Seine Erkennung ist daher gelegentlich nur möglich, wenn für den Nachweis Material aus den tiefen Bronchien und Lungenbläschen zur Verfügung steht. Dafür ist allerdings eine Lungenspiegelung nötig, was in der arg gebeutelten Provinz Hubei derzeit wohl nicht routinemässig durchführbar ist.

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