Switzerland

Wahlen Stadt Bern: Hohe Stimmbeteiligung erwartet

Heute wählen die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bern den Stadtrat, Gemeinderat und den Stadtpräsidenten. Die Wahl im Liveticker.

Die Wahlen in der Stadt Bern:

GLP-Kandidatin Marianne Schild bei Dehnübungen am Mittag des Wahlsonntags.

Foto: zvg

Für die Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten hat das grosse Warten begonnen, bis am Abend die Resultate vorliegen. Wie schlagen sich die Protagonisten die Zeit um die Ohren? GLP-Kandidatin Marianne Schild setzt auf Bewegung. Bei einem kurzen Anruf dieser Zeitung um 13 Uhr ist die 36-Jährige gerade auf einer Joggingrunde unterwegs. «So kann ich nochmals etwas die Gedanken kreisen lassen», sagt sie. Ein wenig nervös sei sie schon. Aber nicht nur wegen ihrer Kandidatur, auch wegen der Frage, wie sich die Verhältnisse allgemein im Gemeinde- und im Stadtrat verändern werden. Im Anschluss werde sie noch mit einer Freundin spazieren gehen, ehe es Richtung Rathaus geht. (mib)

Die Stimmbeteiligung in der Stadt Bern dürfte relativ hoch liegen. Die Stadt teilte am Samstag mit, dass 49'500 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger brieflich abgestimmt haben. Das entspricht einer Stimmbeteiligung von 55 Prozent. Die Stadtkanzlei erwartet, dass die Stimmbeteiligung am Ende bei den Abstimmungen bei rund 60 Prozent liegen wird. Die Beteiligung bei den Wahlen dürfte laut der Stadt bei 52 bis 56 Prozent liegen. Dieser Wert liegt tiefer, weil ein Teil der Stimmbürger zwar den Zettel zu den Abstimmungen abgibt, aber nicht an den Wahlen teilnimmt. Zum Vergleich: Vor vier Jahren lag die Stimmbeteiligung bei den Wahlen für das Stadtpräsidium bei 51,7 Prozent.

Beim Wahllokal beim Burgerspittel gab es kurz nach 12 Uhr keine Schlange mehr.

Beim Wahllokal beim Burgerspittel gab es kurz nach 12 Uhr keine Schlange mehr.

Foto: Stefan Schnyder

Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Stadt Bern haben sich offenbar gut an den Aufruf der Stadt gehalten, brieflich abzustimmen. Beim Stimmlokal beim Burgerspittel gab es Punkt 12 Uhr keine Warteschlange, wie dies vor vier Jahren beim Stimmlokal im Bahnhof der Fall war.

In der letzten halben Stunde vor der Schliessung des Wahllokal mussten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger vorübergehend kurz Schlange stehen.

In der letzten halben Stunde vor der Schliessung des Wahllokals im Burgerspittel bildete sich vorübergehend eine Warteschlange.

In der letzten halben Stunde vor der Schliessung des Wahllokals im Burgerspittel bildete sich vorübergehend eine Warteschlange.

Foto: Manuel Zingg

Schule Hochfeld im Länggassequartier um 10.15 Uhr. Beim Eingang zum Stimmlokal steht ein Tisch mit Desinfektionsmittel und Packungen mit Schutzmasken. Die Stadtberner Wahlen stehen ganz im Zeichen der Corona-Schutzmassnahmen. Nach und nach treffen einzelne Stimmbürgerinnen und Stimmbürger aus dem sonst noch schlafenden Quartier ein. Sie alle tragen eine Maske. Das ist schon Routine.

Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger müssen auch im Wahllokal im Schulhaus Hochfeld eine Maske tragen.

Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger müssen auch im Wahllokal im Schulhaus Hochfeld eine Maske tragen.

Foto: Adrian Moser

Die Stadtverwaltung hat Journalisten und Fotografen zu einem Augenschein geladen. Der städtische Informationschef Walter Langenegger macht die Ankommenden darauf aufmerksam, dass sie das Recht haben, Nein zu einer Bildaufnahme zu sagen. Die meisten haben nichts dagegen. «Mit einer Maske kennt mich sowieso niemand», sagen einige.

Eine Mitarbeiterin des Wahlbüros hat die Aufgabe, die Wahlzettel abzustempeln. Auch hier hat Stadt eine Schutzmassnahme getroffen. Sie ist durch eine Plexiglasscheibe von den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern getrennt, die ihr die Wahl- und Abstimmungszettel hinhalten. (sny)

Eine Plexiglasscheibe schützt die Mitarbeiterin, welche die Stimm- und Wahlzettel abstempelt.

Eine Plexiglasscheibe schützt die Mitarbeiterin, welche die Stimm- und Wahlzettel abstempelt.

Foto: Adrian Moser

In der Stadt Bern wird das erste Teilresultat am frühen Abend erwartet. Das Ergebnis der Stadtpräsidiums-Wahl ist vorhersehbar: Amtsinhaber Alec von Graffenried (Grüne Freie Liste) muss sich gegen den Polit-Exoten Stefan Theiler durchsetzen.

Damit von Graffenried Stadtpräsident bleibt, muss er auch in die Stadtregierung gewählt werden. Die Resultate der Gemeinderatswahl sollen im Laufe des Abends verkündet werden.

Dass die Stadtregierung in linker Hand bleiben wird, steht ausser Frage. Die Frage ist, ob das regierende Rot-Grün-Mitte-Bündnis weiterhin vier der fünf Sitze besetzt. In diesem Fall würde es eng für Sicherheitsdirektor Reto Nause (CVP), dessen Mitte-Liste gegen die bürgerliche Liste von FDP/SVP einen schweren Stand haben dürfte.

Denkbar ist aber auch, dass das rot-grüne Lager einen Sitz verliert. Vor allem Finanzdirektor Michael Aebersold (SP) müsste in diesem Fall um seine Wiederwahl zittern, denn die neu antretende Marieke Kruit (SP) gilt als starke partei-interne Konkurrenz.

Ob die Resultate der Parlamentswahlen ebenfalls noch am Sonntag veröffentlicht werden, ist unsicher. Wegen Corona stehen weniger Stimmenzähler als gewohnt im Einsatz. Die Behörden schliessen nicht aus, dass die Sitzverteilung und die Namen der Gewählten erst am Montagvormittag bekannt werden.

Ausserdem wird den Stimmberechtigten das Budget fürs kommende Jahr vorgelegt. Der tiefrote Voranschlag wird von den bürgerlichen Parteien bekämpft. (sda)

Rekordzahlen bei der frühen Briefwahl, eine hohe Stimmbeteiligung und nur halb so viele Wahlhelferinnen: Corona stellt die Stadt Bern am Wahlwochenende vor grosse Herausforderungen. Lesen Sie hier den ganzen Artikel.

Beginn des Live Tickers

red

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