Switzerland

Von Teufeln und Basilisken: Drei Schweizer Legenden und Sagen

Die Teufelsbrücke in Schöllenen UR

Eine Legende besagt, dass sich die Urner im 13. Jahrhundert mehrmals bemühten, bei der Schöllenenschlucht eine Brücke über die Reuss zu bauen, die Versuche aber jedes Mal scheiterten. Es schien unmöglich, von Menschenhand die gefährliche Schlucht zu bezwingen.

«Soll doch der Teufel hier eine Brücke bauen!», soll einer nach all den Misserfolgen gerufen haben. Kaum ausgesprochen, kam der Teufel und schlug den Dorfbewohnern einen Deal vor: «Ich werde eure Brücke bauen. Doch die erste Seele, welche die Brücke überquert, gehört mir», so der Teufel.

Als die Brücke fertig war und der Teufel auf die Seele wartete, schickt ein schlauer Bauer eine seiner Ziegen über die Brücke zum Teufel. Empört von der Kühnheit der Menschen, holte der Teufel einen gewaltigen Felsbrocken von unterhalb Göschenen und wollte die Brücke zerschmettern.

Auf seinem Weg soll er aber einer alten Dame begegnet sein. Sie zeichnete ein Kreuz über sich und den Stein. Daraufhin konnte der Teufel den Stein nicht mehr weitertragen. Frustriert von den Menschen und deren List, zog er sich in die Hölle zurück.

Wegen dieser Legende heisst die Brücke über die Schöllenenschlucht Teufelsbrücke. Sie wurde 1888 während eines Sturms durch die Reuss zerstört. Damals stand aber bereits die zweite Brücke, die unterhalb der zweispurigen Autobrücke liegt, die 1958 erbaut wurde.

Der Basilisk von Basel

Basilisk und Basilea (italienisch für Basel) klingen sehr ähnlich, nicht? Das Ungeheuer ist durch verschiedene Mythen eng mit der Stadt verbunden. Im 15. Jahrhundert soll ein Kaufmann einen Basilisken nach Basel gebracht haben, der die Stadt seither regelmässig heimsuche.

Die Legende besagt, dass im Jahr 1474 ein Hahn, der mehrmals Eier gelegt haben soll, getötet wurde. Als man ihn aufschlitzte, fand man ihn ihm drin drei grosse Eier. Das Volk wurde in Angst und Schrecken versetzt, weil man glaubte, aus den Eiern würde ein Basilisk, ein Tier halb Hahn halb Schlange, schlüpfen. Darauf wurde der Hahn samt Eier verbrannt.

Auch da, wo heute der Gerberbrunnen steht, soll bei der Gründung Basels ein Basilisk in einer Höhle gehaust haben. Beim Brunnen warnt noch heute eine Inschrift von 1927 vor dem Ungeheuer.

Der Basilisk hat bis heute in Basel in Statuen, Wappen, Münzen und Orten seine Spuren hinterlassen.

Der Schlangenbanner

Um die Alpen ranken sich viele Sagen. Eine davon handelt von einem jungen Mann, welche die damals trockene und karge Saaseralp im Prättigau von einer Schlangenplage befreit haben soll.

Eines Tages kam ein Schüler ins Dorf gewandert. Er glaubte, die Schlangenplage, die Dorfbewohner und Hirten plagte, beenden zu können. «Ich kann euch helfen», soll er zu den Dorfbewohnern gesagt haben. «Doch damit ich das kann, müsst ihr euch ganz sicher sein, dass es hier in der Gegend keine grossen weissen Schlangen gibt.» Als die Hirten dies verneinten, machte sich der Jüngling auf, um das Volk von der Last der bösen Schlangen zu befreien.

Mit Reisig und Heidekraut erstellte er auf der Alp drei grosse Haufen. Die Bauern sahen dabei zu, wie der Jüngling die Haufen anzündete. Er begann in eine silberne Pfeife zu blasen. Von allen Seiten kamen die schwarzen Schlangen auf die brennenden Haufen zu und warfen sich ins Feuer, wo sie verbrannten.

Die Hirten waren vom Können des jungen Schülers beeindruckt, doch bevor sie aufatmen konnten, kamen aus dem Gebüsch drei grosse weisse Schlangen mit goldenen Kronen gekrochen. Der Jüngling versuchte, davonrennen, doch die weissen Schlangen holten ihn ein. Gerade als er über einen Bach fliehen wollte, packten sie ihn und brachten ihn um.

Die Hirten behaupten, dort immer noch die Schreie des sterbenden Schülers zu hören. Seitdem heisst der Bach Schreierbrunnen.

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