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Vier bestätigte Corona-Fälle in der Schweiz: Was wir über die Patienten wissen

Vier bestätigte Corona-Fälle in der Schweiz: Was wir über die Patienten wissen

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat am Donnerstag erneut eine Pressekonferenz zum Coronavirus gegeben. Daniel Koch, der Leiter der Abteilung für übertragbare Krankheiten beim BAG, bestätigte gegenüber den Medien vier Fälle einer Infektion mit dem Coronavirus in der Schweiz. Hier alles, was wir bislang darüber wissen:

Aus welchem Kanton stammen die Patienten?

Der erste Patient, bei dem eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen werden konnte, stammt aus dem Kanton Tessin. Er befindet sich in einem Spital in Lugano in Isolation. Über den ersten Coronafall der Schweiz hatte das BAG bereits am Mittwoch informiert. Am Donnerstag sind noch drei weitere Fälle hinzugekommen.

Im Kanton Tessin werden in diesem Zivilschutz-Zelt Patienten mit Symptomen beraten. Bild: TI-PRESS

Eine Person wurde im Kanton Genf positiv auf das Coronavirus getestet. Der Mann befindet sich zur Zeit im Genfer Universitätsspital und ist isoliert. Zwei weitere Fälle wurden aus dem Kanton Graubünden gemeldet, auch diese wurden hospitalisiert und isoliert. Sie stammen beide aus derselben Familie.

Wo haben sie sich angesteckt?

Alle vier Personen haben sich im Ausland angesteckt, bestätigt Koch an der Medienkonferenz. Damit ist es in der Schweiz selbst noch zu keiner Übertragung des Virus gekommen. Die Patienten aus dem Tessin und aus Genf haben sich in Mailand angesteckt, wo sich die beiden Personen in Graubünden angesteckt haben, wurde noch nicht mitgeteilt.

Wie geht es den Patienten?

Dem Patienten im Kanton Tessin geht es gesundheitlich gut. Wäre er nicht positiv auf das Coronavirus getestet worden, hätte er den Spital umgehend verlassen können, teilten gestern die Tessiner Behörden mit.

Auch den anderen drei Patienten geht es den Umständen entsprechend gut, erklärte Koch an der Pressekonferenz. Sie zeigten zwar Symptome, man könne aber davon ausgehen, dass die Krankheit keinen schweren Verlauf nehmen werde.

Haben sie möglicherweise noch weitere Personen angesteckt?

Ob die vier bisherigen Patienten in der Schweiz selbst weitere Personen angesteckt haben, ist noch unklar. Bisher gab es jedoch keine bestätigte Übertragung. Die Kontaktpersonen der Patienten wurden für 14 Tage in Quarantäne genommen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Angesichts der rasanten Ausbreitung im Ausland müsse man aber auch in der Schweiz davon ausgehen, dass in den nächsten Tagen noch weitere bestätigte Fälle hinzukommen, meint Koch.

Wie reagiert das BAG?

Dies sei jedoch kein Grund zur allgemeinen Beunruhigung. Nur in den seltensten Fällen nehme die Krankheit einen schweren Verlauf und die allermeisten Patienten erholen sich von selbst. Bisher ist es in der Schweiz noch zu keinem Todesfall gekommen.

Das BAG hat am Donnerstag drei Massnahmen für alle Bürgerinnen und Bürger empfohlen. «Es geht uns alle an und wir können alle etwas tun», sagte Simone Eigenmann, Leiterin Sektion Prävention und Promotion des BAGs an der Pressekonferenz am Donnerstag. (leo)

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