Switzerland

Vergewaltigung in Basel: Familie glaubt an die Unschuld des Verhafteten

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Am Mittwoch stellte sich ein 31-jähriger Portugiese in Zusammenhang mit der Vergewaltigung vom 1. Februar der Polizei. Seine Familie sagt: «Er hat die Tat nicht begangen.»

In Begleitung von Familienangehörigen stellte sich am Mittwochvormittag ein 31-jähriger Portugiese der Basler Kantonspolizei auf der Clara-Wache. Der Mann wurde gesucht, weil er verdächtigt wird, zusammen mit einem 17-Jährigen Landsmann am 1. Februar in Basel an der Elsässerstrasse eine Frau vergewaltigt zu haben. Die Staatsanwaltschaft hat bereits mitgeteilt, dass sie für den Festgenommenen Untersuchungshaft beantragt.

Nun meldet sich die Familie des Mannes zu Wort. «Er ist kein Monster», sagt ein Familienmitglied. «Ich habe mit ihm geredet. Er beteuerte seine Unschuld und versprach, er werde der Polizei die Wahrheit sagen.» Dass er sich freiwillig gestellt hat, wertet die Familie denn auch als Unschuldbeweis.

Der Tatverdächtige ist geschiedener Familienvater. Das Verhältnis zu seinen Kindern und seiner Ex-Frau soll aber gut sein. Er sei gegenüber seiner Familie nie gewalttätig gewesen, sagt die Verwandte. «Auch wenn er getrunken hat, war er nie aggressiv.» Seine Kinder litten darunter, dass so schwere Vorwürfe gegen ihren Vater erhoben würden. «Er hat geschworen, dass er unschuldig ist», wiederholt das Familiemitglied.

Familie belastet jüngeren Mittäter schwer

Falls die Vergewaltigung sich so ereignet habe wie von der Basler Staatsanwaltschaft geschildert, ist für die Familie klar, dass der andere der Schuldige ist. Gemeint ist der mutmasslich 17-Jährige, nach dem die Staatsanwaltschaft aktuell noch fahndet. Auch die Jugendanwaltschaft wurde deshalb involviert. Der junge Mann soll sich nach wie vor bei seiner Familie in Portugal aufhalten: «Er hat sich ja nicht der Polizei gestellt», sagt die Familie.

Bei den portugiesischen Behörden ist bislang aber noch kein Rechtshilfeersuchen eingegangen, wie ein Sprecher der portugiesischen Staatsanwaltschaft am Donnerstag auf Anfrage von 20 Minuten mitteilte.

(lha)