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USA vor der Amtseinsetzung von Joe Biden: Vor Trumps Abgang wird Washington zur Festung

Der abtretende Präsident kapselt sich ab, der kommende bereitet sich intensiv vor. Und der Ton zwischen den beiden Lagern wird schärfer.

Höchste Sicherheitsstufe: Bewaffnete Nationalgardisten bewachen die Umgebung des Capitol in Washington (15. Januar 2021).

Höchste Sicherheitsstufe: Bewaffnete Nationalgardisten bewachen die Umgebung des Capitol in Washington (15. Januar 2021).

Foto: Joe Raedle/Getty Images/AFP

So, als läge sie im Irak, hat die Hauptstadt der Vereinigten Staaten zur Sicherung der Amtsübergabe am Mittwoch eine geschützte «grüne Zone» eingerichtet. Washingtons reales Grün, die «Mall», ist eine Woche lang abgesperrt. Der benachbarte Bundesstaat Virginia will vier Brücken in die Hauptstadt schliessen. Zur Bewachung des Capitol, wo Joe Biden am Mittag den Amtseid leisten wird, sind nicht weniger als 25’000 Soldaten der Nationalgarde abkommandiert worden. Das sind mehr Truppen als in Afghanistan und im Irak zusammengenommen.

«Das Capitol ist ein uneinnehmbares Ziel, Gott sei Dank», sagte der frühere CIA-Direktor John Brennan auf MSNBC. Für ihn und viele Fachleute ist schwer erklärlich, warum der Sitz des US-Kongresses vorletzten Mittwoch von einer Meute radikaler Trump-Anhänger gestürmt werden konnte. Zum Rätsel trägt bei, dass die Capitol Police laut einem Bericht der «Washington Post» drei Tage vor dem Sturm in einem internen Bericht auf die Verwundbarkeit des Regierungskomplexes hinwies. Viele argwöhnen, den Eindringlingen hätten sympathisierende Politiker und Polizisten geholfen.

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