Switzerland

USA erhöhen Strafzölle für EU-Flugzeugimporte

Im Streit um rechtswidrige EU-Subventionen für den europäischen Flugzeugbauer Airbus erhöht Washington die Strafzölle für EU-Flugzeugimporte von 10 auf 15 Prozent. Die Massnahme trete am 18. März in Kraft. Dies teilte das Büro des US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer am Freitagabend (Ortszeit) mit. Washington hatte Ende vergangenen Jahres von der Welthandelsorganisation WTO das Recht bekommen, Strafzölle von bis zu 100 Prozent auf Waren im Wert von 7,5 Milliarden Dollar zu erheben.

Die EU ihrerseits wartet auf einen Entscheid der WTO zu unerlaubten Subventionen für den US-Flugzeugbauer Boeing. Ein Schlichter soll in den kommenden Monaten die Höhe der erlaubten EU-Vergeltungszölle festlegen. Die EU rechnet mit Milliardensummen. Die USA seien aber weiterhin dazu bereit, den Streit auf dem Verhandlungsweg zu lösen, hiess es am Freitag aus dem Büro Lighthizers weiter.

Weitere Baustellen

Die Ankündigung der Erhöhung erfolgte wenige Tage, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, es sei an der Zeit für «sehr ernsthafte» Handelsgespräche mit der EU.

Seit Trumps Amtsantritt vor drei Jahren haben sich die Handelsbeziehungen zwischen den USA und der EU verschlechtert, weil dem US-Präsidenten das Defizit in der US-Handelsbilanz ein Dorn im Auge ist. Trump verhängte zunächst Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte aus der EU. Brüssel reagierte seinerseits mit Aufschlägen auf US-Produkte wie Jeans und Motorräder. Seit Monaten droht Trump zudem mit Strafzöllen auf Einfuhren europäischer Autos.