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Switzerland

Turnier mit Spitzensportlern: Die Squash-Elite misst sich im Aargau

Der Tennis- und Squashclub Rohrdorferberg organisiert am morgigen Samstag und am Sonntag den Premag-Cup 2020. Dabei handelt es sich nicht einfach um ein regionales Grümpelturnier: Von 16 Teilnehmern ist mehr als die Hälfte in der Weltrangliste der internationalen Profi-Vereinigung PSA eingetragen.

Cédric Kuchen – drittbester Schweizer und Platz 181 auf der Weltrangliste – wird bei dem Turnier in Niederrohrdorf ebenso antreten wie weitere Angehörige des Schweizer Squash-Adels. Dabei spielt lediglich ein Sechstel der 300 Mitglieder des TS Rohrdorferberg mit Squashschlägern anstatt mit Tennisrackets – wie also kommt Niederrohrdorf zu solchen Koryphäen?

Die Sponsorensuche läuft pragmatisch

Die Austragung eines PSA Satellite Turniers (einem ATP-Turnier im Tennis ebenbürtig) hat das Dorf seinem Lokalmatadoren zu verdanken. Sven Stettler, mit 20 Jahren auf dem Weg in die Schweizer Squash-Top-Ten, trainierte in früher Jugend beim TS. «Sein Vater ist Trainer der Junioren bei uns und Sven nimmt regelmässig an grossen Turnieren teil», erzählt TS-Präsident Paul Füglistaler.

«Gerade junge Sportler sind froh um jedes Turnier, damit sie Punkte sammeln können. Wer die richtigen Connections hat, kann also auch mit einer kleinen Spielanlage Turniere für grosse Sportler veranstalten.» Wo andere Vereine Kosten wie Mühen scheuen, legt sich Füglistaler ins Zeug, einen solchen Cup mit all seinen Reglementen zu organisieren. Da er für die Bremgartener Firma Premag arbeitet, verläuft wenigstens die Suche nach Sponsoren pragmatisch.

Hochgeschwindigkeitstennis gegen die Wand

Das Turnier macht nicht nur Niederrohrdorf auf der Schweizer Squash-Landkarte bekannt, sondern auch die Sportart bei der Bevölkerung. Der TS Rohrdorferberg erhofft sich durch Turniere auf hohem Niveau letztlich auch, bei mehr Leuten Begeisterung für Squash zu entfachen. Beim Squash stehen beide Kontrahenten in einer Box und schlagen den Spielball abwechselnd gegen eine Wand. Wie beim Tennis darf dieser nur einmal auf dem Boden aufkommen, bevor der Gegner ihn zurückschlägt.

«Man muss herausfinden, wie man den Gegner unter Druck bringen kann, damit er den Ball nicht erreicht oder sauber trifft», erklärt Füglistaler. Der 56-Jährige spielt seit 33 Jahren Squash – Tennis sei ihm zu langweilig: «Durch den schnellen Rückschlag ist Squash sehr viel dynamischer. Es gibt wohl keine andere Sportart, bei der die Spieler so schnell ins Schwitzen kommen, weil sie sich so schnell bewegen müssen – im Vergleich zum Tennis legen sie in der Hälfte der Zeit die doppelte Distanz zurück.»

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