Switzerland

Trotz Corona-Verboten: unzählige Unbelehrbare am See und Debatten wegen Sandbänken

Unter den Titeln «Am Hallwilersee übersteigen die Badenden die Absperrbänder» und «Über 1000 Aare-Badende wurden angezeigt» berichtete die AZ am Samstag über Leute, die sich weder an coronabedingte Verbote noch an neue Naturschutzvorschriften halten.

In Seengen haben die Behörden sofort reagiert: Die Brestenberg-Badi wurde mit rot-weissen Bändern neu eingewickelt: Am Haupteingang hat es jetzt eine doppelte Sperre mit einem Zwischenstreifen. Selbst der Zugang vom Wasser auf die Wiese ist abgesperrt – und logischerweise umgekehrt ebenso.

Das hat seine Wirkung nicht verfehlt. Die Wiese war am Sonntag leer – aber nicht ganz immer. Um 17.27 Uhr erwischte die AZ eine Gruppe von unbelehrbaren Jugendlichen, die ihre Badetücher ausgebreitet hatten und eine Art XXL-Gumiboot aufbliesen.

Für heftige Diskussionen sorgte auch der Bericht über 100 Anzeigen gegen Leute, die illegal die Sandbänke zwischen Aarau und Schönenwerd betreten hatten. Auf AZ-Online gab es 65 Kommentare. So schreibt etwa Thomas Gautschi: «Ich wünsche mir, dass die Ausgrenzung der Menschen aus der Natur bald ein Ende nimmt. Wir gehören auch dazu!

Wo sind die Zonen, die Sandstrände an der Aare für die Menschen? Wo bleibt die Aarebadi in Aarau?» Dani Meier kritisiert die «Spass-Genossen ohne jede Vernunft». Jürg Brechbühl schreibt: «Als naturwissenschaftlich ausgebildeter Vegetationsökologe habe ich ernsthafte Zweifel, dass man irgendwelche Arten schützt, in dem man Sandbänke vor Störungen schützt.»

Und ein Roger Miller spekuliert: «Könnte es auch sein, dass es im Namen der Natur gesperrt wurde, weil dort nackt gebadet ­wurde.»

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