Switzerland

Trotz Bidens Wahlsieg stehen die meisten Deutschen Amerika weiterhin distanziert gegenüber

Laut einer Umfrage rechnet eine überwältigende Mehrheit der Deutschen damit, dass sich die transatlantischen Beziehungen unter dem neuen US-Präsidenten normalisieren werden. In einem möglichen Konflikt zwischen China und den USA mag dennoch nur eine Minderheit Partei ergreifen.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und der damalige amerikanische Vizepräsident Joe Biden im Februar 2013 in Berlin.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und der damalige amerikanische Vizepräsident Joe Biden im Februar 2013 in Berlin.

Markus Schreiber / AP

Hätten die Deutschen entscheiden dürfen, wer neuer amerikanischer Präsident wird, hätte Joe Biden wohl eine überwältigende Mehrheit erhalten. Diese Annahme wird durch eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Hamburger Körber-Stiftung untermauert, deren Ergebnisse am Montag präsentiert wurden. 78 Prozent der Befragten rechnen laut der Umfrage damit, dass sich die transatlantischen Beziehungen unter einer Biden-Administration normalisieren werden.

Zur Erhebung der Daten hat das Institut Kantar Public zweimal rund tausend Bundesbürger befragt: ein erstes Mal im September und ein zweites Mal unmittelbar nach den amerikanischen Wahlen im November. Während vor Bidens Wahlsieg gerade einmal zehn Prozent Amerika als Deutschlands wichtigsten Partner betrachteten, lag der entsprechende Wert im November immerhin bei 23 Prozent. Als wichtigsten Partner nannte eine relative Mehrheit beide Male Frankreich.

Weniger Vertrauen in die amerikanische Demokratie

Auch wenn die Präsidentschaftswahl für die meisten Deutschen das Wunschergebnis brachte, war sie dem Ansehen Amerikas dennoch kaum förderlich: 53 Prozent haben seit der Wahl weniger Vertrauen in die amerikanische Demokratie als vorher; nur bei 34 Prozent ist dieses Vertrauen gestiegen. Hier dürfte der schleppende Auszählungsprozess, der von vielen Deutschen als chaotisch empfunden wurde, ausschlaggebend gewesen sein.

Im April hatte eine ähnliche Studie der Körber-Stiftung für einiges Aufsehen gesorgt: Damals erklärten immerhin 36 Prozent der Befragten, enge Beziehungen zu China seien für Deutschland wichtiger als enge Beziehungen zu den USA; gerade einmal 37 Prozent sahen es umgekehrt. Im September, also noch vor Trumps Abwahl, gaben auf die entsprechende Frage 56 Prozent Washington den Vorzug und nur noch 27 Prozent Peking. Allzu sicher darf sich die westliche Vormacht der Unterstützung der deutschen Bevölkerung dennoch nicht sein: Sollte es zwischen China und den USA zu einer Auseinandersetzung nach Art des Kalten Krieges kommen, sind 82 Prozent der Befragten dafür, dass Deutschland neutral bleiben sollte.

Sie können dem Deutschland-Korrespondenten Hansjörg Friedrich Müller auf Twitter folgen.

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