Switzerland

Tötungsdelikt von Eschenz TG: Vater drohte Tötung der Kinder an – Kesb sah keine Gefährdung

Der Vater, der im thurgauischen Eschenz sich selbst und seine beiden Kinder getötet hat, hatte bereits im vergangenen Herbst mit erweitertem Suizid gedroht. Die Behörden sahen jedoch keine Bedrohung.

(sda) Der Täter des Tötungsdelikts von Eschenz im Kanton Thurgau wurde im vergangenen Herbst im Kanton Schaffhausen vorübergehend festgenommen. Er drohte seiner Partnerin damit, sich selbst und die Kinder zu töten. Am vergangenen Wochenende machte er die Drohung wahr.

In diesem Haus in Eschenz wurden die Leichen der Getöteten gefunden.

In diesem Haus in Eschenz wurden die Leichen der Getöteten gefunden.

Ennio Leanza / EPA

Der Schaffhauser SVP-Justizdirektor Ernst Landolt trat am Donnerstag vor die Medien, um die Vorgeschichte des Eschenzer Tötungsdeliktes aus Sicht der Schaffhauser Behörden zu erläutern. Die Familie zog im Jahr 2019 aus einem anderen Kanton in den Kanton Schaffhausen. Am Abend des 22. Oktobers rief die Ehefrau gemäss Justizdirektor Landolt die Polizei an. Ihr Ehemann drohe Zuhause mit Suizid, er wolle sich und die Kinder umbringen, habe sie gegenüber der Polizei gesagt.

Hier bekommen Sie Hilfe:

Wenn Sie selbst Suizid-Gedanken haben oder jemanden kennen, der Unterstützung benötigt, wenden Sie sich bitte an die Berater der Dargebotenen Hand. Sie können diese vertraulich und rund um die Uhr telefonisch unter der Nummer 143 erreichen. Spezielle Hilfe für Kinder und Jugendliche gibt es unter der Nummer 147.

Nach drei Tagen wieder aus Klinik entlassen

Polizisten verhafteten den 38-jährigen Deutschen daraufhin und verfügten eine Wegweisung aus der gemeinsamen Wohnung. Eine angeordnete Fürsorgerische Unterbringung in einer Klinik wurde nach drei Tagen allerdings wieder aufgehoben. Die psychiatrische Abklärung habe keine Selbst- oder Fremdgefährdung ergeben.

In den folgenden Monaten sei der Mann polizeilich nicht in Erscheinung getreten. Die Eltern hätten sich in einem Eheschutzverfahren auf eine Regelung zur Kinderbetreuung geeinigt.

«Kein Kesb-Fall»

Im März und April habe sich die Mutter bei der Schaffhauser Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) gemeldet, wegen eines Elternkonfliktes bei der Trennung, sagte Kesb-Präsidentin Christine Thommen.

Landolt betonte, dass die involvierten Schaffhauser Behörden zu jeder Zeit korrekt gehandelt hätten. Den Behörden seien keine Anzeichen einer Selbst- oder Fremdgefährdung vorgelegen. Die Tat sei nicht vorhersehbar gewesen. «Das ganze ist auch kein Kesb-Fall.» Die Kesb habe bei dieser Familie keinen einzigen Entscheid gefällt.

Zuerst die Kinder, dann sich selbst getötet

Die Leichen des 38-jährigen Deutschen und seiner zwei Kinder im Alter von vier und sieben Jahren wurden am Sonntag in seiner Wohnung im thurgauischen Eschenz aufgefunden. Der Mann tötete zuerst seine beiden Kinder und anschliessend sich selbst.

Dies ergaben die Obduktionen durch das Institut für Rechtsmedizin, wie die Thurgauer Kantonspolizei am Dienstag mitteilte. Während die beiden Kinder keine äusseren Verletzungen aufwiesen, sei der Vater an den Folgen von Stichverletzungen gestorben.

Die Todesursache der Kinder ist noch nicht restlos geklärt. Es könne ausgeschlossen werden, dass weitere Personen in die Tat involviert waren.

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