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Sollen Clubs und Bars wieder schliessen? Das sagen unsere Leserinnen und Leser

Die steigenden Fallzahlen werfen ein schlechtes Licht auf das Partyvolk. Als Orte, an denen sich gleich mehrere Personen angesteckt haben, kamen unter anderem die Spreitenbacher Tesla Bar, das Oltener Terminus oder der Zürcher Flamingo-Club zu unrühmlicher Bekanntheit.

Mit jeder neu gemeldeten Ansteckung wird auch die Unzufriedenheit grösser. So stellte sich unseren Leserinnen und Lesern auf Facebook pünktlich zur Mittagszeit folgende Frage: «Corona-Lockerungen: Sollen Bars und Clubs wieder geschlossen werden, um das Ansteckungsrisiko zu vermindern?»

Kommentare auf der Facebook-Seite der Aargauer Zeitung.

Es dauerte nicht lange, bis die ersten Antworten eintrudelten. «Wenn sich die Leute nicht an die Regeln halten können, ist es wohl die bessere Variante….Auch wenn es traurig für Besitzer und deren harte Arbeit ist», schreibt eine Leserin aus dem Kanton Solothurn. «Ja sicher», findet ein Leser aus Zürich. Eine Aargauerin ist gleicher Meinung: «Unbedingt schliessen, dort hat es wieder angefangen.»

«Wenn schon sterben, dann wenigstens lustig»

Andere wiederum sind nicht der Meinung, dass vom Partyvolk eine grosse Gefahr ausgeht. «Bars sind seit dem 11. Mai geöffnet und erst jetzt gibt es Probleme! Die Probleme sind die offenen Grenzen und die Dummheit der Menschen!», sagt eine Leserin aus Olten.

Ein Basler kann den Rummel um das Coronavirus überhaupt nicht verstehen. «Am besten das ganze Leben verbieten - dann kann sich auch kein Virus mehr ausbreiten!», schreibt er. Eine Frau kontert wiederum: «Kann man sich der Gesundheit zuliebe nicht mal ein bisschen einschränken?»

Auch auf der Seite der Solothurner Zeiung löst die Frage einige Diskussionen aus.

Ein Leser aus Solothurn lässt sich derweil nicht unterkriegen: «Nein, Party voraus, Vollgas... Wenn schon sterben, dann wenigstens lustig.» Derweil sorgt sich eine Baslerin nach den gestiegenen Fallzahlen. «Ich wünsche mir weniger Gedankenlosigkeit und mehr Verantwortung der Bar- und Clubbesuchern und den Besitzern. Dann wird es sicherlich weniger oder keine Probleme mehr mit Ansteckungen geben», schreibt sie.

Ein Aargauer findet, dass sich die Ansteckungskette so immerhin einigermassen verfolgen lässt. «Nein, Partys feiern diese Menschen trotzdem. Aber so kann man den Ansteckunsweg etwas kontrollieren. Hoffe trotzdem, dass die meisten verantwortungsvoll mit ihrer Gesundheit und ihren Mitmenschen umgehen.»

Eine Frage, die nicht leicht zu beantworten ist

Andere machen sich berechtigterweise Sorge um die wirtschaftliche Situation der Lokale. «Schliessen ist wohl keine Option, da es viele Bars und Clubs wohl nicht überleben würden. Aber es sollte möglich sein das jeder sich in eine Liste einträgt und seine Daten hinterlässt. Wer feiern will, muss den Datenschutz hinten anstellen», schreibt ein Solothurner.

Auch ein Leser aus dem Kanton Aargau ist der Meinung, dass einige Anpassungen helfen würden: «Es gibt genug Möglichkeiten, die Daten von jedem Club- oder Barbesucher zu erfassen. Beispielsweise Billetverkauf am Eingang und Kontrollen.»

Debatte auf der Facebook-Seite der bz Basel.

Einige fordern hingegen sogar Strafen für Lokale, die den Ernst der Lage ignorieren. «Ich sage mal so, solange Klubs keine vernünftigen Anwesenheitslisten, führen gehören sie geschlossen. Des Weiteren würde ich im Nachgang alle Klubs noch abstrafen bei denen derartige Vergehen toleriert wurden. Saftige Geldstrafen bis Entzug der Lizenz», schreibt ein Aargauer.

Auf allen Plattformen der jeweiligen Zeitungen präsentiert sich ein einheitliches Bild. Fast alle Leserinnen und Leser würden eine erneute Schliessung von Clubs und Bars begrüssen. Besonders im Kanton Solothurn kritisieren viele das Partyvolk. Auch die Twitter-Umfrage auf dem Kanal dieser Zeitung führt zu einem klaren Resultat. Dort wünschen sich über 70% der derzeit Befragten eine Schliessung.

Dass die Frage trotz den vielen Reaktionen auf Social Media allerdings nicht allzu leicht zu beantworten ist, erkennt eine Leserin aus Basel. Es sei eine schwierige Frage, schreibt sie. Ein anderer Basler antwortet wiederum: «Diese Frage können nur die Partygänger durch ihr Verhalten beantworten.»

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