Switzerland

Slapstick pur in Lausanne: Beim SCB läuft einfach alles schief

Es ist der Tiefpunkt in der noch jungen Saison für den SCB. Nach einem miserablen Auftritt in Lausanne rutschen die Hauptstädter auf den zweitletzten Rang in der Tabelle. Allen Anfang nimmt die Leidensgeschichte bereits im Startdrittel. Lausanne, vor der Partie im Besitz der roten Laterne, kommt frisch, mutig und mit Tempo aus den Startlöchern und führt nach 20 Minuten mit 1:0.

Im zweiten Drittel nimmt das Drama seinen Lauf. Ist beim Flipperkasten-Tor zum 2:0 noch Pech dabei, wird beim 3:0 die Unfähigkeit der Berner Verteidigung nur allzu deutlich. Ungestüm und überhastet schaffen es die SCB-Spieler den eigenen Torhüter zu überlisten (siehe Video oben).

Immerhin: Im letzten Drittel geben sich die Bären nicht auf und bemühen sich. Mehr als ein Tor kommt dennoch nicht zu Stande, dazu finden sich im Spiel des SCB unter dem neuen Headcoach Johan Lundskog zu viele Fehler. Die Waadtländer auf der Gegenseite melden sich eindrücklich zurück und klettern in der Hackordnung auf den 10. Platz.

Tore: 12. Maillard (Douay) 1:0. 28. Bertschy (Gernat) 2:0. 34. Krakauskas 3:0. 47. Kahun (Daugavins) 3:1. 54. Emmerton (Sekac) 4:1.

Die drei Besten: Maillard (Lausanne), Sekac (Lausanne), Stephan (Lausanne).

Seit Christian Wohlwend Trainer beim HCD ist und Rikard Grönborg beim ZSC an der Bande steht, können die Davoser nicht mehr gegen die ZSC Lions gewinnen. Alle neun Duelle gingen an den Schweden. Der letzte HCD-Sieg datiert vom März 2019.

Dabei legen die Davoser, bei denen Topskorer Corvi nach einem normalerweise harmlosen Crosscheck von Weber früh ausfällt, dank zwei Powerplay-Treffern vor. Erst trifft Simic, der letzte Saison bei den Lions kaum mehr zum Zug kam, mit einem herrlichen Direktschuss, dann Marc Wieser.

In doppelter Überzahl verkürzen die Zürcher durch Andrighetto. Doch obwohl der HCD sich darauf Strafe um Strafe einhandelt, lässt sich Goalie Senn nicht bezwingen. Und im Schlussdrittel sind es dann Gäste, die in doppelter Überzahl durch Ambühl wieder auf zwei Längen davon ziehen.

Wohlwend nimmt danach gleich sein Time-out. Zur Beruhigung? Es funktioniert jedenfalls nicht. Der ZSC verkürzt nach einem Konter sofort wieder durch Roe. Und es geht wild weiter: Lions-Kanadier Quenneville muss nach einem Foul an der Bande gegen Stoop vorzeitig unter die Dusche. Die Chance für den HCD, den Sack zuzumachen.

Doch was passiert? Malgin gleicht nach einem Rasmussen-Fehlpass und einem Raketen-Antritt in Unterzahl aus. Dass ihm Nygren nicht folgen kann, ist verständlich, nachdem der Schwede neun Minuten im Boxplay auf dem Eis stand.

Und nachdem die Zürcher das fünfminütige Boxplay überstanden haben, schlagen sie ihrerseits durch Hollenstein zu. Verrückt, Wohlwend kann einfach gegen den ZSC gewinnen. (sr)

Tore: 19. Simic (D. Egli, Ambühl/PP) 0:1. 23. M. Wieser (Knak/PP) 0:2. 30. Andrighetto (Noreau, Azevedo/PP2) 1:2. 47. Ambühl (Bromé, Nygren/PP2) 1:3. 48. Roe (Hollenstein) 2:3. 50. Malgin (SH) 3:3. 55. Hollenstein (Azevedo, Andrighetto/PP) 4:3.

Die drei Besten: Denis Hollenstein (ZSC Lions), Denis Malgin (ZSC Lions), Gilles Senn (Davos).

Der Schweizer Meister aus Zug findet gegen bissige Tigers nach drei Niederlagen en suite zum Siegen zurück. Dafür brauchts von den Zentralschweizern aber eine starke und solidarische Leistung. Denn das Startdrittel gehört ganz klar dem Heimteam, das nach dem Sieg gegen den EHC Biel mit Elan, Selbstvertrauen und Risikobereitschaft loslegt. Das bringt die Truppe von Coach O'leary schon früh aufs Scoreboard. Das kongeniale Duo Olofsson-Grenier sorgt für die Vorarbeit, so dass Verteidiger Blaser den Puck locker über die Linie drücken kann. Dem EVZ will im ersten Umgang nicht viel gelingen.

Zum Auftakt des zweiten Drittels geht's dann umso schneller, Carl Klingberg kann in der 22. Minute den Spielstand ausgleichen. Der Schwede profitiert dabei von der unzureichenden Manndeckung der Tigers und lässt sich nicht zweimal bitten. In dieser Phase bekunden die Gastgeber deutlich mehr Mühe als noch zum Spielstart, kommen dann aufgrund einer Überzahlsituation wieder etwas näher an den Kasten von Genoni. Langnaus Pendant zwischen den Pfosten, der frisch verpflichtete Robert Mayer zeigt in der Zwischenzeit zig sackstarke Paraden und hält die Hoffnung für seine Farben am Leben.

Kurz vor der zweiten Sirene kann aber auch Mayer nicht mehr retten, Klingberg kann sich zum zweiten Mal als Torschütze feiern lassen. An der blauen Linie kriegt der Stürmer den Puck und haut diesen humorlos und hammerhart ins Lattenkreuz.

Mit der Führung im Rücken gestalten die Zuger den Schlussabschnitt lange Zeit souverän, bis in einer ganz heissen Schlussphase Alexandre Grenier von den Beinen gerissen wird. Penalty! Topscorer Oloffson wagt sich aufs Eis, übernimmt Verantwortung, scheitert aber am eiskalten Leo Genoni. In der Folge kriegen die Gastgeber das Spielgerät nicht mehr wunschgemäss auf den Kasten und müssen das Eis mit hängenden Köpfen verlassen.

Die drei Besten: Mayer (Tigers), Klingberg (Zug), Genoni (Zug).

Auf die erste Niederlage – nach zuvor acht Siegen – folgt sogleich die zweite. Biel muss auswärts im neuen Tempel von Ambri untendurch. Insbesondere in den ersten 14 Minuten, als Elien Paupe gleich drei Mal hinter sich greifen muss. Ambri jubelt über den ersten Sieg nach zuletzt vier Pleiten in Serie.

Tore: 2. Zwerger (Pestoni, Fora) 1:0. 5. Kostner (Kozun, Hietanen/PP) 2:0. 14. Heim (Trisconi) 3:0. 43. Zwerger (Grassi, Pestoni) 4:0.

Tore: 27. Bertaggia (Thürkauf, Walker) 0:1. 34. Mottet (Gunderson, Chavaillaz) 1:1. 36. Fazzini (Carr) 1:2. 43. Mottet (DiDomenico/PP) 2:2. 44. Walser 3:2.

Tore: 9. Albrecht (Zangger, Cervenka/PP) 1:0. 16. Gauthier-Leduc (Devos) 1:1. 24. Gauthier-Leduc (Hauert, Romanenghi/PP) 1:2. 25. Cervenka (Eggenberger) 2:2. 51. Eggenberger (Rowe) 3:2.

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