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SCB-Star Rüfenacht bricht Saison ab und bangt um Karriere: «Will auch nach meiner Karriere noch laufen können»

Er ist der Held dreier Meisterteams, stellt sich stets in den Dienst der Mannschaft. Er steht hin, teilt aus, steckt ein. Nichts schien den bissigen Forechecker erschüttern zu können. Doch nun ist Thomas Rüfenacht seit Monaten zum Zuschauen verdammt, bangt sogar um die Fortsetzung seiner Karriere. Der Grund? Eine Knieverletzung.

Es passiert mitten im Sommertraining im Juni. Nach einem Zusammenprall mit einem Mitspieler zwickt es Rüfenacht im Knie. Der SCB-Stürmer versucht, die Verletzung konservativ zu behandeln, bekommt mehrere Spritzen verabreicht und steht beim Saisonstart im Oktober auf dem Eis. Doch nur eine Woche später setzt Rüfenacht erstmals aus. Und bricht das Unterfangen nach acht Einsätzen im November komplett ab.

«Es wurde nur noch schlimmer. Ich konnte nicht einmal mehr annähernd meine Leistung abrufen, spürte einen stechenden Schmerz und musste mitten im Training vom Eis. Durchbeissen machte keinen Sinn mehr. Ich will auch nach meiner Karriere noch laufen können», sagt der 36-Jährige. «Mir war sofort klar, dass ich lange ausfallen würde. Ich kenne mein Alter und weiss nicht, ob es gut kommen wird.»

Frustriert, wütend und traurig

Bei der Verletzung handelt es sich um einen Meniskus- und Knorpelschaden. Rüfenacht unterzieht sich noch im Herbst einer Operation. «Mein Bein schwoll danach dermassen an, dass ich drei Wochen lang an Krücken gehen musste. Bis zum Fuss hat sich alles violett und schwarz verfärbt.»

Die Verletzung drückt aufs Gemüt. «Ich ging alle Phasen durch, war frustriert, wütend und traurig. Ich will noch gewinnen. Doch nun ist plötzlich meine Karriere infrage gestellt. Nie hätte ich gedacht, dass es so enden könnte. Auch wenn ich noch nicht an diesem Punkt bin.»

«Ich glaube an dieses Team!»

Rüfenacht, dessen Vertrag bis 2022 läuft, hat sich nun gemeinsam mit der medizinischen Abteilung des SCB und der Sportchefin Florence Schelling entschieden, die Saison vorzeitig abzubrechen. Mit dem Ziel, dank eines geordneten Aufbaus im August zurückzukehren. «Im Alltag habe ich keine Probleme, kann normal gehen und mache auch Krafttraining. Doch immer, wenn ich dachte, ich könne auf dem Eis meine Runden drehen, kehrten die Schmerzen zurück.»

Trotz der Verletzung erscheint der schweizerisch-amerikanische Doppelbürger täglich im Stadion, sitzt während den Spielen auf der Tribüne. Er sagt: «Ich glaube an dieses Team, auch wenn es viele andere nicht tun.» Der 36-Jährige versucht, positiv zu bleiben. «Sonst bräuchte ich es nicht mehr zu versuchen. Ich brauche einfach noch mehr Zeit, als ich dachte.»

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