Switzerland

Pressekonferenz der Schweizer Beizer: «Wir stehen vor dem Kollaps»

Die Schweizer Wirte informieren über ihre dramatische Lage, 100'000 Jobs könnten wegen Corona verschwinden. Wir berichten live.

Das Wichtigste in Kürze:

Auch André Roduit, Präsident GastroValais, erklärt auf französisch, wie schwierig und dramatisch die Lage für die Branche im Kanton und in der Westschweiz sei.

Maurus Ebneter, Präsident Wirteverband Basel-Stadt, weis auf die schwierige Situaiton der Wirte und Wirtinnen hin. Gerade Basel sei durch diversen Absagen wie die Fastnacht schwer geprüft worden. Mit den neuen Massnahmen seien die Umsätze um 50 Prozent gesunken. Grund seien vor allem die Angaben von Kontaktdaten gewesen. Nach dem Lockdown hätten die Gäste zaghaft wieder gebucht. Doch im Juli kam im Sommer die 100-Personen-Beschränkung. Die Branche habe versucht, das aufzufangen. «Doch nun gibt es wieder dramatische Einbrüche.»

Ebneter warnt: «Wir werden eine Konkursflut und einen dramatischen Abbau von Arbeitsplätzen erleben. Ohne substanzielle Hilfe geht es nicht.» Sonst werde man Basel nicht mehr wiederkennen.

Platzer ist auch verärgert über die Massnahmen in Kanton Bern. Gewisse Massnahmen entbehren jeglicher Logik. «In den Restaurants funktionieren die Schutzkonzepte.» Man stecke sich nicht in Beizen an. Es spiele auch keine Rolle, wann man einen Tisch in der Beiz verlässt. Das Gastgewerbe sorgt für viele Arbeitsplätze.

Laut Gastrosuisse zeige eine Umfrage, dass die Hälfte der Betriebe wegen Corona in finanziellen Problemen steckten. Viele seien von den Betrieben abhängig. Zwei von fünf Betrieben dürften das nächste halbe Jahr nicht überstehen. Rund 100'000 Jobs könnten verschwinden. Die meisten Beizen seien unverschuldet in die Krise gegangen. Daher brauche es jetzt Unterstützung, um die Branche zu retten, so Casimir.

«Ich hoffe, dass uns eine komplette Schliessung erspart bleibt», sagt der Gastrosuisse-Präsident weiter.

Platzer kritisiert die einseitige Information eines Mitglieds der Taskforce, der von Besuchen in Gastrounternehmen öffentlich abgeraten habe. Im Schnitt ist der Umsatz der Beizen in den Städten halb so hoch wie im Vorjahr. Alle Events und Firmenanlässe seien abgesagt. Die Massnahmen des Bundes kämen vor allem auch für Clubs einem Berufsverbot gleich.

Es sei nicht in Odnung, dass man die Krise auf dem Buckel des Gastgewerbes ausstehen wolle. «Es brennt in unserer Branche,» sagt der Präsident.

Die Medienkonferenz im Stadtzürcher Kreis 1 beginnt. Eigentlich wollte man die MK in Bern durchführen. Aber das ging nicht wegen den Bestimmungen. Also hat man nach Zürich umdisponieren müssen, sagt der Mediensprecher. In Zürich sei man flexibel gewesen.

Nun ergreift Gastro-Präsident Platzer das Wort. Das Gastgewerbe stehe kurz vor einem Kollaps, sagt er. Insbesonderen in den Städten und in den Betrieben, die von Tourismus und Messen abhängen, sei der Umsatz eingebrochen. Mittlerweile seien aber auch Betriebe auf dem Land oder in Tourismusorten von den geringen Umsätzen betroffen.

«Die Schweizer Gastronomie mit rund 25`000 Betrieben und deren über 180`000 Mitarbeiten ist coronabedingt in eine tiefe Krise geraten. Sie zählt zu den am stärksten von der Pandemie betroffenen Branchen. Viele Betriebe haben ihre letzten Reserven inzwischen aufgebraucht oder sind überschuldet.» Das schreibt Gastrosuisse in einer Medienmitteilung.

Deshalb hat man gestern mit einem Crowdfunding begonnen.

Der Schweizer Gastro-Szene geht es wegen der Corona-Krise schlecht. Nun wird der Bundesrat vermutlich morgen Mittwoch die Branche wirtschaftlich weiter einschränken, indem er die Sperrstunde national auf 22 oder sogar 21 Uhr verlegen will. Ein solcher Entscheid würde die Restaurants und Bars noch härter treffen.

Der Verband Gastrosuisse befürchtet ein umfangreiches Beizensterben. Heute informiert er an der Medienkonferenz in Zürich ab 9.30 Uhr über die dramatische Lage der Szene. Der Verband will auch Forderungen an die Politik stellen.

Mit von der Partie sind Casimir Platzer, Präsident GastroSuisse, Maurus Ebneter, Präsident Wirteverband Basel-Stadt, Urs Pfäffli, Präsident Gastro Zürich-City, André Roduit, Präsident GastroValais sowie Esther Friedli, Nationalrätin SVP und Gastwirtin.

Beginn des Live Tickers

red

Football news:

Van Dijk ist der beste Innenverteidiger von 2020, Trent ist rechts, Robertson ist Links (ESPN)
Massimiliano Allegri: Ronaldo ist ein Topspieler in Sachen Mentalität. Er hat jedes Jahr ein neues Ziel
Borussia Dortmund präsentiert eine Kollektion mit SpongeBob Im Rahmen eines Nickelodeon-Deals
Woodward über Manchester United und die Trophäen: es gibt viel Arbeit vor Uns, um die Stabilität zu erreichen, die dafür notwendig ist
Neuer ist der beste Torhüter von 2020, Alisson 2., Cloud 3. (ESPN)
Liverpool Interessiert sich für den 21-jährigen Leipziger Abwehrspieler Konaté, der FC Liverpool will die abwehrlinie stärken. Die Merseburger Interessieren sich für den Verteidiger von RB Leipzig, Ibrahima konate, berichtet Bild-Reporter Christian Falk. Auch die roten halten Interesse an DAIO Upamecano, den Leipzig auf 40 Millionen Euro schätzt. Der 21-jährige konate, dessen Vertrag 2023 ausläuft, absolvierte in dieser Bundesliga-Saison vier Spiele. Die Statistik des Franzosen-hier
Niko Kovac: ich Freue mich auf Golovins Rückkehr. Aber vielleicht ist es besser, noch ein bis zwei Wochen zu warten. Monaco-Trainer Niko Kovac hat sich nach seiner Verletzung über die Rückkehr von Innenverteidiger Alexander Golowin geäußert