Switzerland

Polizei verteilte am Wochenende mehr Bussen: Corona-Ignoranten gefährden frohe Ostern

Der vergangene Samstag fühlte sich wie Frühling an. Die Sonne blinzelte, blauer Himmel, die Temperaturen angenehm. Perfekte Bedingungen, um die Zeit im Freien zu verbringen. Wäre da nicht die Pandemie – und die strengen Regeln des Bundes.

Doch davon liessen sich viele nicht abhalten. Bei den Schweizer Polizeien liefen die Drähte heiss. Über 100 Meldungen von Personen, die sich nicht an die Bestimmungen hielten, gingen bei der Kantonspolizei Zürich ein. «Um die Seen herum oder auf beliebten Wanderwegen waren besonders viele Menschen unterwegs», so Sprecher Ralph Hirt zu BLICK.

Doppelt bis dreimal so viele Einsätze

Dasselbe Bild stellte die Stadtpolizei Zürich fest. Die Patrouillen mussten unter anderem an die Limmat, auf die Josefswiese und den Katzensee ausrücken. Letzterer wurde schliesslich sogar gesperrt.

Die Kantonspolizei St. Gallen verzeichnete allein am Samstag 59 solcher Einsätze. Die Medienstelle teilte auf Anfrage mit: «Das sind doppelt bis dreimal so viele wie unter der vorangegangenen Woche.»

So auch in der Zentralschweiz: 100 Meldungen erhielt die Luzerner Polizei. «Die ausgerückten Polizisten stellten aber häufig fest, dass die Meldungen nicht zutrafen», so Sprecher Christian Bertschi.

Eindruck: «Relativ viele, die es nicht kümmert»

Stelle man vor Ort doch einen Verstoss fest, weise man die Betroffenen zunächst weg. Wer keine Einsicht zeigt, kassiert eine Busse. Die Stadtpolizei Zürich verteilte am Wochenende etwa zwei Dutzend. Luzern insgesamt 44 – fast die Hälfte der seit Beginn der Massnahmen verteilten 106 Ordnungsbussen.

Härter greift mittlerweile die Kantonspolizei Aargau durch. Sprecher Bernhard Graser sagt zur Situation am Wochenende: «Leider zeigte sich auch, dass sich relativ viele Gruppierungen junger Leute wenig bis gar nicht um die Auflagen kümmern.»

BAG: «Bis Ostern durchhalten!»

Während man am Anfang mehr auf Sensibilisierung und Verwarnungen gesetzt habe, werde man die Massnahmen nun «mit Nachdruck» umsetzen. Allein am Wochenende sprach die Kantonspolizei Aargau 100 Bussen aus.

Daniel Koch, Leiter übertragbare Krankheiten des Bundesamts für Gesundheit, zeigte sich gestern dennoch zufrieden mit der Schweizer Bevölkerung. Laut einer neuen Studie würden die Massnahmen gut umgesetzt. Koch: «Jetzt geht es darum, mindestens bis Ostern durchzuhalten.»

Werden es sich die Menschen nehmen lassen, die zunehmend wärmeren freien Tage drinnen zu verbringen? Werden sie Grillplätze und Seen meiden? Marco Cortesi hat eine böse Vorahnung: «Je wärmer es wird, desto mehr Menschen werden sich draussen aufhalten.»

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