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Switzerland

Pole (†44) totgefahren: Amokfahrer (26) von Luzerner Strassenstrich vor Gericht

Pole (†44) totgefahren

Amokfahrer (26) von Luzerner Strassenstrich vor Gericht

Ein damals 24-jähriger schweizerisch-kroatischer Doppelbürger raste im August 2017 nach einem Streit in eine Menschengruppe. Nun muss sich der Mann vor Gericht verantworten.

Es passierte 2017 an einem Sonntagmorgen in Ibach LU: Ein silberner BMW rast in drei Männer aus Polen. Zwei von ihnen werden bei der Amokfahrt verletzt, ein 44-Jähriger stirbt noch auf der Unfallstelle (BLICK berichtete).

Am Steuer des Autos sass ein damals 24-jähriger schweizerisch-kroatischer Doppelbürger. Vor der Todesfahrt soll es zu einem Streit zwischen ihm und den anderen Männern gekommen sein.

Sechs Jahre Knast gefordert

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten laut der Anklageschrift mehrfache, zum Teil versuchte, eventualvorsätzliche Tötung vor. Sie fordert sechs Jahre Gefängnis. Der Angeklagte bestreitet, den Wagen absichtlich in die Gruppe gelenkt zu haben.

Vor dem Vorfall in der Nacht auf jenen Sonntag im August hatte er in seinem Auto die Dienste einer Prostituierten auf dem Strassenstrich in Ibach in Anspruch genommen. Sein Cousin wartete derweil auf der Strasse. Als die beiden Männer anschliessend eine Zigarette rauchten, wurden sie von drei alkoholisierten Polen beschimpft.

Einer der drei warf dem Cousin einen Schlüsselbund an den Kopf, wonach sich die Gruppe entfernte. Der Cousin stieg ins Auto, der Beschuldigte setzte sich ans Steuer und beschleunigte auf 60 bis 80 km/h. Von hinten fuhr er auf die drei Polen zu, die auf dem Trottoir gingen.

Amokfahrer ging nach der Tat nach Hause

Zwar steuerte er im letzten Moment wieder auf die Strasse, erfasste mit dem Auto aber die drei Polen. Einer von ihnen starb auf der Unfallstelle, ein zweiter wurde schwer verletzt und ein dritter am Bein getroffen.

Die Frontscheibe des Autos barst wegen des Aufpralls, der Beschuldigte fuhr trotzdem nach Hause, ohne sich um die Opfer zu kümmern. Die Anklage wirft ihm weiter ein Strassenverkehrsdelikt und eine Widerhandlung gegen das Waffengesetz vor. (cat/SDA)

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