Switzerland

Per Liveschaltung das Tierreich beobachten

Dem Weisskopfadler beim Erwachen zuschauen, die Gorillas beim Rumtollen beobachten oder sich vom Farbspiel der Quallen hypnotisieren lassen. Diese Livestreams bringen die Wildnis ins Wohnzimmer.

Ein Weisskopfadler in seinem Nest – via Webcam

Ein Weisskopfadler in seinem Nest – via Webcam

Screenshot: www.explore.org 

Mit den umfangreichen Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Verbreitung haben vielerorts auch die Zoos, Tierpärke und Reservate ihre Türen für Besucher schliessen müssen. Via soziale Medien wird aber dafür gesorgt, dass man noch immer täglich zu seiner Ration Tierunterhaltung kommt.

So machen derzeit im Internet zahlreiche tierisch-muntere Szenen die Runde – etwa die Pinguine in Chicagos Shedd-Aquarium, die einen Freipass für die Erkundung der Aquarien erhalten haben.

Oder die Schweine, die beim Spaziergang in Cincinnati auf exotischere Zoobewohner treffen.

Das Mystic Aquarium im US-Bundesstaat Connecticut hat gar eine Begegnungszone für sich sonst eher fremde Lebewesen geschaffen und verbreitet «Resultate» dieses Experiments auf Twitter. So erhellt das Aufeinandertreffen von Seehund und Riesenechse derzeit die Gemüter des Onlinepublikums.

Auch ohne forciertes menschliches Zutun geht das Leben in den Tiergehegen und Tierreservaten rund um die Welt weiter. Und Webcams sei Dank, können wir uns das muntere Treiben der Fauna in aller Ruhe von Zuhause aus zu Gemüte führen. Wie bei «echten» Besuchen in Tierhabitaten sind Sichtungen nicht immer garantiert – ein bisschen Glück und Musse gehören auch dazu. Und weil die Webcams aus den unterschiedlichsten Ecken der Welt senden, gilt es die unterschiedlichen Zeitzonen zu berücksichtigen.

Mpala Ranch, Kenia

Kurz zu den Nilpferden nach Kenia entfliehen? Kein Problem mit der Webcam der Mpala Ranch.

Kurz zu den Nilpferden nach Kenia entfliehen? Kein Problem mit der Webcam der Mpala Ranch.

Screenshot: Explore.org 

Eine Liveschaltung ans Flussufer der Forschungsstation Mpala Ranch ist wie Naturdokus schauen, einfach ungefiltert. Denn an diesem afrikanischen «Watering Hole» läuft immer etwas. Eine Stichprobe zeigt: Nilpferdbabys lassen sich auch bei strömendem Regen nicht vom Zanken abhalten. Sind die Kameras mal nicht auf Sendung, läuft ein Best-of-Zusammenschnitt früherer Aufnahmen. www.mpalalive.org

San Diego Zoo, USA

Hier hält man es auch online lange aus. Kameras gibt es unter anderem bei den Giraffen, Orang-Utans, Koalas und Eisbären. Wegen des Zeitunterschieds – San Diego hinkt uns neun Stunden hinterher – lohnt sich der virtuelle Besuch für uns ab dem späteren Nachmittag. www.zoo.sandiegozoo.org

Gorillas, Demokratische Republik Kongo

Liveschaltung zu den Gorillas im GRACE Center in der Demokratischen Republik Kongo.

Liveschaltung zu den Gorillas im GRACE Center in der Demokratischen Republik Kongo.

Screenshot: Explore.org 

Um die Menschenaffen vor dem möglicherweise auch auf sie übertragbaren Coronavirus zu schützen, sind auch die bei abenteuerlustigen Besuchern beliebten Gorilla- und Schimpansen-Trekkings in verschiedenen afrikanischen Parks derzeit ausgesetzt. Dank dieser Webcam des Gorilla Rehabilitation and Conservation Education Center (GRACE) kann man den eindrücklichen Tieren mit etwas Glück aus sicherer Distanz live beim Spielen, Essen und Dösen zuschauen. Die Kamera ist auf eine Art natürlichen Korridor gerichtet, den die Tiere auf dem Weg zwischen Nachtlager und Wald passieren. Die grössten Chancen auf eine erfolgreiche Sichtung sind gemäss Parkbehörden gegen Mittag und am späteren Nachmittag.www.explore.org

Edinburgh Zoo, Schottland

Wer ob den vielen Sofastunden ein schlechtes Gewissen hat, kann sich mit einer Schaltung zu Yan Guang, dem Pandabären im Zoo von Edinburgh, trösten. Der macht auch nicht viel mehr als faulenzen, genauso wie die Koalas. Zwischendurch gibts ein bisschen Action in Form von Bambus- und Eukalyptus-Zufuhr. www.edinburghzoo.org.uk

Monterey Bay Aquarium, USA

Die Webcams des Monterey Bay Aquarium im nördlichen Kalifornien sind – wenn man sie zur richtigen Zeit erwischt – ein wahres Vergnügen für Fans von Meerestieren. Hier kann man den putzigen Seeottern zuschauen, Hammerhaie erblicken oder der Fütterung von Pinguinen beiwohnen. Für ein bisschen Zen im Alltag empfehlen sich die beiden Jelly-Cams: das farbige Rumschweben der Quallen erinnert an die Lavalampen aus den 90ern – ist einfach noch eine Stufe faszinierender.

Die Liveschaltungen zu den Tieren sind nur zu gewissen Stunden online, ansonsten gibts Aufzeichnungen. 24 Stunden auf Sendung ist hingegen die Monterey Bay Cam. Damit kann man der rauen nordkalifornischen Brandung von frühmorgens bis zur Dämmerung zuschauen, Geräuschkulisse inklusive. www.montereybayaquarium.org

Shark Cam, North Carolina, USA

Installiert an den Unterwasserstrukturen eines stillgelegten Leuchtturms, lässt sich mittels dieser Webcam das Getümmel von Fischen – und ab und zu auch Haien – 50 Kilometer vor der Küste North Carolinas beobachten. www.mangolinkcam.com

Octocam, Oregon, USA

Oktopusse gehören zu den wohl faszinierendsten Tieren überhaupt – nicht nur wenn sie verschlossene Konfitürengläser öffnen oder die Resultate der Fussball-WM erfolgreich vorhersagen. Mit der Octocam kann man den Riesenoktopus Sashay bei seinem Treiben im Hatfield Marine Science Centre in Oregon zuschauen. Montag, Donnerstag und Samstag wird um 21 Uhr (Mitteleuropäische Zeit) die Fütterung übertragen.www.seagrant.oregonstate.edu

Bonus: Keine Webcam, aber eine eindrückliche Demonstration dessen, wozu so ein Oktopus fähig ist:

Adlernest, Iowa, USA

Rund um die Uhr kann man hier den majestätischen Weisskopfadlern beim Nesten zuschauen – dank Infrarotkamera sogar zur nächtlichen Stunde. Dazu gehört auch mal, dass der Hausherr oder die Hausdame mit einem Kleintierkadaver als Snack nach Hause kommt. Man braucht kein Ornithologe zu sein, um sich ob den Bildern aus dem mittleren Westen der USA faszinieren zu lassen. Denn spätestens wenn die flauschigen weissen Jungtiere ihre Schnäbelchen zwecks Fütterung aus dem Nest strecken, entweicht einem jeden Betrachter ein «Jööööhhh». www.explore.org

Zoo Zürich

Im Züri Zoo gibt es Webcams zu den Pinguinen, Elefanten, und dem Amurtiger. Ganz wie beim «echten» Zoobesuch ist es etwas dem Glück und der Lust und Laune der Tiere überlassen, ob wir sie zu Gesicht kriegen. www.zoo.ch

Tierpark Goldau

Aus dem Tierpark Goldau gibt es eine 360-Grad-Rundumsicht ab dem Tierparkturm sowie Liveschaltungen in die Volieren von Waldrapp und Bartgeier. Sie wissen nicht, wie ein Waldrapp aussieht? Na, dann los! www.tierpark.ch

Bärenpark Bern

Auch die Berner «Mutzen» sind online. Hier kann man einen Blick in die Höhlen von Björk und Ursina werfen, zudem gibt es eine rotierende Kamera mit Ausblick über die Anlage. www.tierpark-bern.ch

Auf der Plattform Explore sind haufenweise weitere Webcams in die Tierwelt verlinkt – von Wildtierhabitaten bis zu Schafställen und Tierheimen.

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