Switzerland

Nico Elvedi animiert seinen Schweizer Nati-Teamkollegen Breel Embolo zum Toreschiessen

Drei Wochen nach dem 6:0-Triumph in Kiew gegen Schachtar Donezk hat Borussia Mönchengladbach in der Champions League auch das Rückspiel gegen den Tabellenzweiten der ukrainischen Liga gewonnen. Allerdings «nur» mit 4:0...

Der mässig in die Saison gestartete Bundesligasiebente zeigte gegen Schachtar zum vierten Mal in dieser Spielzeit sein scheinbar für die Königsklasse aufgehobenes Sahnegesicht. Schon bei den beiden 2:2-Unentschieden gegen Real Madrid und Inter Mailand hatten die Gladbacher stark gespielt, jeweils in der Nachspielzeit aber den Ausgleich kassiert.

Zuerst sündigt Embolo, dann trifft er herrlich

Nach dem 4:0 im fast menschleeren Borussia Park sind die Fohlen nun aber gleichwohl auf gutem Weg, sich im dritten Anlauf erstmals für die K.o-Phase in der Königsklasse zu qualifizieren. Die Rheinländer liessen den Gästen nicht den Hauch einer Chance. Hätte Breel Embolo im Abschluss nicht so sehr gesündigt und nur die Hälfte seiner Möglichkeiten genützt, wäre das Ergebnis deutlich höher ausgefallen.

Der Stürmer war einer von fünf Schweizern, die Trainer Marco Rose ins Aufgebot genommen hatte. Während Torhüter Yann Sommer kaum beschäftigt war, blieb Innenverteidiger Nico Elvedi defensiv ebenfalls unterfordert, nützte aber die Gelegenheit, auch mal vor dem gegnerischen Tor aufzutauchen. Nachdem Embolo in der ersten halben Stunde drei hochkarätige Chancen versiebt hatte, schien Elvedi seinem Natikollegen zeigen zu wollen, wie man Tore schiesst. Der 24-Jährige köpfelte eine Cornerflanke von Lars Stindl entschlossen aus fünf Metern zum 2:0 ein. Im zwölften Spiel in diesem Wettbewerb war es seine Torpremiere. Embolo war nun angestachelt und traf kurz vor der Pause mit einem spektakulären Fallrückzieher zum 3:0. Denis Zakaria und Michael Lang sahen den Treffer von der Ersatzbank aus. Immerhin wurde Ersterer 20 Minuten vor Schluss eingewechselt. Nach seiner langen Verletzungspause hilft ihm jede Minute weiter.

Obwohl Roses Ansage an seine Mannschaft deutlich zu vernehmen war, sie müsse aktiver spielen, drückte sie nach dem Wechsel nicht mehr derart aufs Gaspedal wie zuvor

Über Schachtar ist zu sagen, dass diese Mannschaft vor allem eine grosse Sphinx ist. Eine, die auswärts gegen Real Madrid 3:2 gewinnt und mit einer praktisch identischen Besetzung gegen Gladbach 0:6 verliert, um ein paar Tage später in der Liga Dynamo Kiew 3:0 zu deklassieren, gibt Rätsel auf. Der portugiesische Trainer Luis Castro sagt entsprechend: «In den Zeiten von Corona gibt es im Fussball keine Logik. Alles kann passieren.» Wie wahr.

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