Switzerland

Neue Kandidaten: Der Jurapark befindet sich auf Wachstumskurs

Der Jurapark Aargau ist auf Wachstumskurs. Bei der 30. Vereinsversammlung des Trägervereins in Auenstein erfolgte die Aufnahme der Beitrittskandidaten Hornussen, Oeschgen, Ober­mumpf und Remigen ohne Ge­genstimmen.

89 Stimmberechtigte aus den Parkgemeinden und Einzelmitglieder hatten sich in der Turnhalle Auenstein unter Coronabedingungen versammelt. Ein Haupttraktandum der Versammlung war die Vorstellung der vier Beitrittskandidaten Hornussen, Oeschgen, Obermumpf und Remigen.

Auf der Einladung vom 2.  September hatten ursprünglich nur drei Gemeinden gestanden – Hornussen, Obermumpf und Remigen. Doch nachdem an der Einwohnergemeinde­versammlung vom Freitag, 11. September, eine Mehrheit der Oeschger Stimmbürger einen Jurapark-­Beitritt befürwortet hat, wurde die Gemeinde noch kurzfristig eingeladen. Sie konnte sich in Auenstein ebenfalls vorstellen und das Votum der Vereinsmitglieder abholen.

In Oeschgen nur ­Fakultativabstimmung

Allerdings war dies nur eine ­Fakultativabstimmung. «Das eigentliche Geschäft muss noch einmal vors Volk, um über den Parkvertrag selbst abzustimmen», bestätigt Gemeindeschreiberin Svenja Schmid. Das werde voraussichtlich an der Wintergmeind Ende des Jahres sein.

Auch noch einmal vors Volk muss der Beitritt der Gemeinde Remigen. Dort hatte der Souverän in der Gemeindeversammlung vom 3. September mit 28 zu 29 Stimmen ganz knapp Nein dazu gesagt, sich dem Park anzuschliessen. «Wir haben die Gemeinde sich dennoch vorstellen und über ihre Aufnahme abstimmen lassen», sagt Vereinsvizepräsident Rudolf Lüscher aus Laufenburg.

Das Nein sei ja noch nicht definitiv, nachdem ein Referendumskomitee entstanden ist, das bis 12. Oktober 144 Unterschriften zusammenbringen muss. Sollte dies gelingen, wird am 29. November an der Urne endgültig über den Beitritt Remigens entschieden.

Dass eine Gemeinde den Beitritt ablehnt und dies, wie Remigen, auch wegen des Geldes – fünf Franken Mitgliedsbeitrag pro Einwohner – will Lüscher nicht überbewerten. Auch in Erlinsbach sah der Gemeinderat das Geld für den Park besser angelegt und strebte die Aufnahme erst gar nicht an.

Froh ist Lüscher darüber, dass «von den bestehenden 28 Jurapark-Gemeinden, die schon abgestimmt haben, keine einzige abgesprungen ist, dass sie sämtlich geblieben sind». Der 2012 gegründete Park geht jetzt in seine nächste Betriebsphase, die bis 2031 dauert. Die Neubeitritte erfolgen ab 2022 – sofern die Stimmbürger und weitere Instanzen den Weg dafür freimachen.

Ebenfalls ab 2022 mitmachen wollen Frick und Ueken. Zu beiden hat, ebenso wie zu Bözberg und Mandach, der Jurapark-Verein schon 2019 Ja gesagt.

Der Vereinsvorstand berichtete in Auenstein davon, dass 900 Kilo Hochstammbaum-Kirschen auf Märkten in Frick und Baden verkauft worden sind. Grossverteiler hätten die Früchte nicht ins Sortiment nehmen wollen, weil sie zu klein aus­gefallen waren. Mit der Aktion «Baumglück» gibt es aktuell ein Projekt mit den Stiftungen MBF und Faro zwecks Vermarktung von Birnen- und Apfelmost.

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