Switzerland

Nach all der Aufregung: Das neue Schuljahr nun also mit Lehrplan 21

Versteckt hinter Maskenpflicht und Abstandsregeln ist am Montag mit dem ersten Tag des neuen Schuljahres eine kleine Revolution passiert: Als letzter Schweizer Kanton hat der Aargau den Lehrplan 21 für die Volksschule in Kraft gesetzt. Es ist der erste überkantonale Lehrplan und er gilt in allen Deutschschweizer und zweisprachigen Kantonen – allerdings mit der Lizenz der Kantone zu Anpassungen. Was hat uns dieses Dokument doch für Streit und Aufregung beschert! Wie leidenschaftlich wurde der Untergang der guten alten Schule an die Wand gemalt! So musste das Aargauer Volk 2017 zuerst eine Initiative auf Nichteinführung bodigen, obwohl die Lehrplan-Hoheit ja nicht beim Volk, sondern bei der Regierung liegt. Und nun diese Stille, dieser fast unmerkliche Start mit dem neuen Lehrplan. Fast etwas surreal.

Nachdem das Volk 2009 das «Bildungskleeblatt», die grosse Reform seines Vorgängers Rainer Huber verworfen hatte, trat der neue Bildungsdirektor Alex Hürzeler auf die Bremse. Er beschloss unter anderem, das interkantonale Schulkonkordat «Harmos» (Harmonisierung der obligatorischen Schule) gar nicht dem Parlament zu unterbreiten. Er versprach aber, die wichtigsten strukturellen und inhaltlichen Harmonisierungsschritte der Kantone trotzdem mitzutragen. Die strukturellen Anpassungen passierten mit dem Reformpaket «Stärkung der Volksschule», welches das Volk 2012 annahm und welches unter anderem die sechsjährige Primarschule brachte. Nun folgt mit dem Lehrplan 21 noch die inhaltliche Harmonisierung. Das Hürzeler-Versprechen ist damit nach elf Jahren eingelöst.

Die Erfahrungen aus den übrigen Kantonen zeigen: Die ganz grosse Revolution findet mit dem Lehrplan 21 nicht statt. Vor allem um den überladenen Begriff der «Kompetenzen» wurde im Vorfeld ein zu grosses Aufheben gemacht. Nur weil man den Lernzielen ein «Die Schülerinnen und Schüler können...» voransetzt, verschwinden die Lernziele selber ja nicht. Dies allerdings stimmt: Weil sich die Welt immer schneller dreht, ist die Stoffmenge, welche die Volksschulkinder heute zu bewältigen haben, riesig. Auch gute Lehrkräfte schaffen es kaum, alles durchzunehmen. Die wahre Gefahr für die Schule liegt ohnehin nicht im Lehrplan, sondern im Mangel an ausreichend qualifizierten Lehrkräften.

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