Switzerland

Markus Blocher macht einen Schritt aufs Publikum zu

Der Sohn von Altbundesrat Christoph Blocher zieht beim wachstumsträchtigen Pharmazulieferer ES Dottikon fast alle Fäden. Im Zuge einer nun erwogenen Kapitalerhöhung könnte er seinen Besitz ein Stück weit verwässern lassen.

Die Firma ES Dottikon ist mit ihren Labors und Produktionsanlagen ausschliesslich am Stammsitz im aargauischen Dottikon tätig.

Die Firma ES Dottikon ist mit ihren Labors und Produktionsanlagen ausschliesslich am Stammsitz im aargauischen Dottikon tätig.

Annick Ramp / NZZ

Das von Markus Blocher kontrollierte Chemieunternehmen ES Dottikon ist kein Leichtgewicht an der Schweizer Börse. Nachdem der Kurs seiner Aktien seit Jahresbeginn um weitere 75% gestiegen ist, wird es mittlerweile mit mehr als 1,3 Mrd. Fr. bewertet. Dennoch wechseln täglich nur wenige Papiere der Gesellschaft den Besitzer. Meist beschränkt sich das Handelsvolumen auf eine drei- oder gar nur auf eine zweistellige Zahl von Titeln.

Institutionelle Investoren halten sich zurück

Dass sich nicht mehr Anleger für das Unternehmen interessieren, hat Blocher in erster Linie sich selbst zuzuschreiben. Der Sohn von Altbundesrat Christoph Blocher kontrolliert über 70% des Kapitals. Er wirkt zudem in Personalunion als Verwaltungsratspräsident und Konzernchef von ES Dottikon. So viel Macht in den Händen einer einzigen Person wirkt vor allem auf institutionelle Investoren abschreckend, die ausser auf eine gute Handelbarkeit der Aktien einer Firma auch auf eine zeitgemässe Corporate-Governance-Struktur Wert legen.

Die Firma, die primär als Zulieferer der Pharmabranche tätig ist, besitzt gleichwohl ihre Reize. Sie profitiert ähnlich wie ihre kotierten Schweizer Konkurrenten Lonza, Siegfried und Bachem davon, dass viele Anbieter von Medikamenten für ihre gesamte Herstellung oder zumindest Teile davon auf spezialisierte Drittfirmen setzen. Nach Ansicht von Blocher dürften zudem vorab aus geopolitischen Überlegungen sowie aus Gründen der Versorgungssicherheit westliche Produktionsstandorte zulasten von solchen in Asien stärker favorisiert werden. Dies sollte ES Dottikon bevorteilen. Die Firma produziert ausschliesslich an ihrem Stammsitz im Aargauischen.

Hoher Investitionsbedarf in Dottikon

Um die erwartete hohe Nachfrage zu befriedigen, will Blocher innerhalb von zehn Jahren ungefähr 600 Mio. Fr. in zusätzliche Produktionsanlagen investieren. Einen Teil dieser Kosten könnte eine Kapitalerhöhung im Umfang von bis zu 10% des heutigen Aktienkapitals beisteuern. Zugleich plant die Firma einen Aktiensplit im Verhältnis 1 zu 10. All dies ist mit Blick auf eine bessere Handelbarkeit der Dottikon-Valoren zu begrüssen. An der Machtfülle Blochers wird sich allerdings nicht viel ändern, selbst wenn sie nun ein wenig verwässert werden sollte.

Football news:

Griezmann über Messi: ich bewundere Leo, und er weiß es. Wir haben eine großartige Beziehung
Rooney, der in der Saison 2010/11 zu Barça wechseln konnte: darüber Spekulierte er. Er konnte perfekt passen
Hurra, in England werden wieder die Zuschauer auf die Tribüne gelassen! Bis zu 4 tausend und nicht überall, aber die Vereine sind glücklich 😊
Sulscher über das Spiel gegen Istanbul: Das ist der türkische Meister, es wird schwierig werden
Gasperini über die Nominierung für den besten Trainer des Jahres: wenn wir Liverpool schlagen, kann ich ein paar Stimmen gewinnen
Julian Nagelsmann: Leipzig will PSG dieses Gefühl des Finales geben, von dem Sie sprechen
Tuchel über Champions League: Das Spiel gegen Leipzig - das Finale unserer Gruppe