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Switzerland

Letzter Auftritt des CS-Chefs: Gottstein nennt Thiam einen «Freund»

Die Veröffentlichung des Jahresergebnisses ist bei der Credit Suisse auch gleich die Abschiedsvorstellung von Firmenchef Tidjane Thiam (57). In der nächsten Woche übernimmt Thomas Gottstein (55).

Die Credit Suisse ist rein finanziell gesehen in einer guten Verfassung. Für das Gesamtjahr 2019 verzeichnet das Unternehmen einen Reingewinn von 3,4 Milliarden Franken. Im Jahr davor waren es 2 Milliarden. Das Ergebnis ist allerdings von einigen Sonderfaktoren berührt. Unter anderem von «bedeutenden» Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und Gewinnen aus der SIX-Neubewertung.

«Ich bin stolz darauf, was die Credit Suisse während meiner Zeit bei der Bank erreicht hat», sagt Thiam. «Wir haben die Credit Suisse erfolgreich transformiert, und unsere Ergebnisse für 2019 zeigen, dass wir nachhaltig profitabel sein können.» Thiam gratuliert Gottstein zur neuen Position. «Ich habe grossen Respekt für seinen Führungsstil und seine menschlichen Qualitäten und bin überzeugt, dass er die Credit Suisse weiter voranbringen wird.»

Persönlicher Rekord für Thiam

Auch Gottstein bricht eine Lanze für Thiam. Er spricht von «einer starken Kapitalbasis und einer klaren Strategie», welche die Bank habe. «Wir beabsichtigen, an unserer Geschäftsstrategie festzuhalten», so Gottstein. «Unter meiner Leitung werden wir den Kurs fortsetzen, den der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung 2015 eingeschlagen haben und der 2019 nach der Restrukturierung bestätigt wurde.»

Das Ergebnis für 2019 ist persönlicher Rekord für Thiam. Es ist das beste Ergebnis seiner Amtszeit, nachdem die CS von 2015 bis 2017 Milliardenverluste machte. Die Schweizer Einheit der CS, die bislang unter Leitung von Gottstein war, erzielte 2019 einen Vorsteuergewinn von 2,7 Milliarden Franken. Das ist im Vorjahresvergleich ein Plus von 27 Prozent. Das Ergebnis ist gestützt von Buch-Gewinnen durch die Neubewertung der Beteiligung an der Schweizer Börse SIX. Und von Einnahmen aus dem Verkauf von Immobilien.

Die von der Schweizer Einheit verwalteten Vermögen erreichten einen neuen Rekordwert von 654 Milliarden Franken. Dies entspricht einem Anstieg um 20 Prozent gegenüber dem Stand per Ende 2018. Die CS spricht von «hohen Netto-Neugeldern aufgrund des positiven Marktumfelds».

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