Switzerland

Langnau verliert erneut: Cervenka bändigt die Tigers

Die SCL Tigers unterliegen Rapperswil-Jona 2:3 nach Verlängerung. Bei den Ostschweizern spielt der Tscheche Roman Cervenka gross auf – er ist an allen drei Toren beteiligt.

Der Matchwinner: Roman Cervenka (hinten) sieht entspannt zu, wie Kevin Clark sein Zuspiel zum Siegtreffer verwertet.

Der Matchwinner: Roman Cervenka (hinten) sieht entspannt zu, wie Kevin Clark sein Zuspiel zum Siegtreffer verwertet.

Foto: Thomas Oswald (Freshfocus)

Die SCL Tigers dürften sich wie im falschen Film wähnen. Sie waren bereits unterwegs auf dem Weg nach Rapperswil-Jona, als die Berner Kantonsregierung verfügte, dass die Berner Proficlubs aufgrund der rasant steigenden Corona-Zahlen vor leeren Rängen spielen müssen. Fünfeinhalb Stunden später können sie zusehen, wie 2562 Zuschauer selbst mit Maske in der St. Galler Kantonalbank-Arena lautstark feiern. Weil Grossanlässe mit Publikum in St. Gallen nach wie vor erlaubt sind.

Im falschen Film dürften sich die Langnauer auch deshalb wähnen, weil sie den Lakers über weite Strecken Paroli boten, die Heimreise aber nach der 2:3-Niederlage nach Verlängerung nur mit einem Punkt antreten. Am Ende lässt sich der Erfolg Rapperswil-Jonas vor allem an einem Spieler festmachen: Roman Cervenka.

Effizienz für die Katz

Der Tscheche ist die grosse Figur dieser Partie: Er ist an allen Rapperswiler Treffern beteiligt. Wobei ihm in der Verlängerung zugutekommt, dass Robbie Earl nach einer Rencontre unglücklich den Stock verliert. Cervenka passt zu Kevin Clark, worauf ausgerechnet der Ex-Langnauer zum Siegtreffer ansetzen kann.

Dabei begann die Partie für Langnau Erfolg versprechend. Denn eigentlich hätten die Rapperswiler nach knapp sechs Minuten 2:0 führen müssen. Aber zuerst vergab Gian-Marco Wetter spektakulär er konnte zusehen, wie der Puck vom linken an den rechten Pfosten und von dort aus der Gefahrenzone spickte. Dann scheiterte Clark aus bester Position. Und so waren es die Gäste, die jubelten. Weil Melvin Nyffeler einen Langnauer Schuss nur ungenügend respektive zu Keijo Weibel abwehren konnte, der Youngster keine Sekunde zögerte und Earl mustergültig bediente.

Überhaupt bewies Langnau am Obersee eine erstaunliche Effizienz. Auf Dominik Eglis Ausgleich antwortete Yannick Blaser mit einem Weitschusswobei dieser den Weg ins Tor primär fand, weil Pascal Berger Goalie Nyffeler mustergültig die Sicht nahm. Aber das alles half am Ende nichts, weil die Langnauer Cervenka nicht in den Griff bekamen.

Nun wartet der Cup

Während sich die Rapperswiler daranmachen, die Liga zu überraschen sie stehen nach acht Spielen auf Platz 4 –, sitzt Langnau wie erwartet am Tabellenende. Fünf Niederlagen hat die Mannschaft von Rikard Franzén in sechs Spielen kassiert.

Vorerst aber wartet etwas Abwechslung zum Ligaalltagam Sonntag gastieren die SCL Tigers zum Cup-Achtelfinal in Genf. In der Vernets-Halle werden sie ebenfalls vor Publikum spielen, anders als am kommenden Dienstag, wenn Gottéron in der Ilfishalle gastiert. Wobei: Sicher ist in diesen Zeiten bekanntlich gar nichts.

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