Switzerland

Kulturschock für Ex-BVB-Talent Kyeremateng: «Das Leben in Thun? Wie jeden Tag Skiurlaub!»

In Thun ist die Freude am Fussball zurückgekehrt! Nach dem unglücklichen Abstieg in der Barrage (0:2/4:3), den gewichtigen Abgängen, dem Trainerwechsel und den existenziellen (Corona-)Sorgen um den Klub haben sich die Berner Oberländer zumindest in sportlicher Hinsicht wieder gefangen. Platz drei, nur drei Zähler hinter Leader GC!

Altbewährte und neue Kräfte scheinen unter Schneider-Nachfolger Carlos Bernegger (51) endlich zu harmonieren. Einer, der gleich eingeschlagen hat: Stürmer Gabriel Kyeremateng! Der 21-Jährige wurde Anfang Oktober als Ersatz für den zu den Würzburger Kickers abgewanderten Ridge Munsy (31) geholt. Und mittlerweile ist er bereits zum Thuner Hoffnungsträger im Aufstiegsrennen geworden!

Drei Tore in acht Partien, zuletzt der Doppelpack beim 3:0-Heimerfolg gegen Chiasso. Dass da einer mit sehr viel Potenzial in Thun gelandet ist, wird rasch klar. Das hatten sie auch in Dortmund, Kyerematengs Heimatstadt, schon früh erkannt.

Kicken mit Havertz, lernen von Choupo-Moting

Mit sieben wechselte der kleine Gabriel bereits zum BVB – und blieb bis zur U19. Der Deutsche mit ghanaischen Wurzeln schiesst sich mit seinen Toren auch in die Nachwuchs-Nationalmannschaft, spielt dort an der Seite des heutigen Chelsea-Stars Kai Havertz (21). «Noch öfter haben wir aber auf Klubebene gegeneinander gespielt, er war ja auch eine Ewigkeit bei Leverkusen, das war eine schöne und lustige Zeit», so Kyeremateng. Bis Havertz dann in der Bundesliga durchstartet – und Kyeremateng seinerseits den Sprung zu Stoke City wagt.

Nach anfänglichem «Reinkämpfen» schiesst er – auf zwei Jahre verteilt – in total 32 Partien 14 Tore für die U23, darf vor allem in der zweiten Saison regelmässig mit dem Premier-League-Team mittrainieren. «Ich habe dabei sehr viel von Spielern wie Eric Maxim Choupo-Moting (heute Bayern München) oder Moritz Bauer (Ex-GC) gelernt», erzählt der 1,83 m grosse Angreifer.

In Thun will er nun auf Profi-Stufe den Turbo zünden. In einer neuen Umgebung, die für ihn «als Stadtkind» nach Jahren in Dortmund und Stoke-on-Trent «schon ein kleiner Kulturschock» gewesen sei. Kyeremateng muss lachen: «Ich liebe es, hier jeden Tag aufstehen zu können und dabei die Berge zu sehen. Das ist wie im Skiurlaub.»

Ein Skiurlaubs-Gefühl, aus dem auch möglichst viele Tore auf der GC-Jagd resultieren sollen. Ob heute gegen Winterthur die nächsten folgen?

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