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Kommentar zum Lieferengpass: Wir müssen uns auch auf Impfstoffe mit weniger Wirkung einstellen

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Das Vakzin von Johnson & Johnson wird als nächstes in der Schweiz zugelassen. Die Wirkung ist leicht geringer, aber bestellen sollten wir es trotzdem.

Eine Krankenschwester nach der Verabreichung des Vakzins in einem Impfzentrum in Sion, Kanton Wallis.

Eine Krankenschwester nach der Verabreichung des Vakzins in einem Impfzentrum in Sion, Kanton Wallis.

Foto: Jean-Christophe Bott (Keystone)

Wer sich gegen das Coronavirus impfen lässt, will so gut wie möglich geschützt sein. Mit einem Risiko, im Vergleich zu Ungeimpften trotzdem noch zu 50 Prozent schwer an Covid zu erkranken, ist keine Rückkehr zum normalen Leben möglich. Auch mit einem von 60 Prozent nicht. Aber bei einem Schutz von rund 95 Prozent, wie sie ihn die beiden Vakzine von Pfizer/Biontech und Moderna bieten (vorausgesetzt, es handelt sich nicht um die Virusvarianten), sind Treffen ohne Masken und Abstand irgendwann wieder vorstellbar.

Es dürfte jedoch so sein, dass dieser immense Schutz (auf den noch vor einem halben Jahr kaum jemand zu hoffen gewagt hatte) nicht sofort für alle möglich sein wird. Auch in der Schweiz könnten bald Impfstoffe gespritzt werden, die weniger bieten. Wegen der Lieferprobleme von Moderna und Pfizer/Biontech in diesen Wochen kommen wir kaum drum herum. Nur so können wir noch im Frühjahr mit dem Impfen in Fahrt kommen.

Das Vakzin von Johnson & Johnson wird als nächstes zugelassen und könnte uns rasch aus der Patsche helfen. Der Grund aber, warum die Schweiz bislang gezögert hat, ist wahrscheinlich, dass bislang nicht klar war, wie stark die Wirksamkeit ist. Dass sich die Verhandlungen über Wochen hinziehen, kann jedenfalls nicht am Preis liegen. Der US-Konzern verkauft sein Produkt während der Pandemie auf Selbstkostenbasis. Es ist deshalb eines der billigsten. Nun zeigen die Studien, dass es zu 86 Prozent gegen eine starke Covid-Erkrankung schützt. Auch das ist hochwirksam. Jetzt sollte der Weg für die Bestellung der Schweiz frei sein.

Auch den Impfstoff von AstraZeneca brauchen wir nicht abzuschreiben. Er schützt Jüngere nach derzeitiger Datenlage zu rund 70 Prozent. Noch immer sterben jeden Tag Dutzende Menschen – um das rasch zu stoppen, hilft auch dieser Impfstoff. Lieber schnell diesen Impfstoff, als länger auf den 95-Prozent-Schutz zu warten.

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