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Intime Einblicke in die heilige Fussball-Garderobe: So haben Sie SRF-Experte Bruno Berner noch nie gesehen

Eines vorneweg: Dieser Dok-Film ist gedreht worden, als Corona nichts weiter als eine bekannte Biermarke war. Deshalb stören keine Masken und keine Abstandsregeln den Blick in den intimsten Raum des Fussballs, egal ob Champions League oder 5. Liga: Die Kabine.

Der Dok-Streifen «Football Inside» läuft seit 6. Mai in den Schweizer Kinos und zeigt das Garderoben-Innenleben von vier Teams. Es ist eine Art Schweizer Version der populären Fussball-Dokus auf den Streaming-Diensten Netflix und Amazon wie «Sunderland till I die» oder «All or nothing: ManCity».

Der Ort der Emotionen

Der Unterschied: «Football Inside» ist kein Blick hinter die Kulissen des schillernden Profifussballs, sondern ist viel näher dran an dem, was zehntausende Hobby-Kicker und Kickerinnen kennen und lieben. Fussball als die schönste Nebensache der Welt.

Der Zürcher Regisseur Michele Cirigliano (46) hat selber jahrzehntelang Hobby-Fussball gespielt. Er sagt: «Die Garderobe bot Platz für ein ganzes Sammelsurium an Emotionen. Belanglose Gespräche unter Freunden, Wutausbrüche, Tränen, Momente absoluter Konzentration, Verzweiflung, Freude. All dies suchte ich in diesem Film.»

Drei der vier begleiteten Teams sind reine Amateur-Formationen: Die NLA-Frauen von GC, die C-Junioren der Zürcher Blue Stars und die Veteranen vom FC Wettswil-Bonstetten. Nur der SC Kriens aus der Challenge League spielt in einer Profiliga – allerdings mit einigen Halbprofis wie dem portraitierten Marco Wiget, der mittlerweile aufgehört hat.

Berner staucht Team zusammen

Der Trainer der Krienser ist SRF-Fussballexperte und Ex-Natispieler Bruno Berner. Auch er gewährt den Kameras einen Einblick in seine Arbeit, die man so noch nie gesehen hat. «Football Inside» zeigt einen tobenden Berner bei einer beinharten Kabinenpredigt in der Pause eines Spiels.

Die verblüffende Erkenntnis des Dok-Films: Viele Verhaltensweisen, Abläufe und Gespräche in der Profi-Garderobe unterscheiden sich kaum von den Kabinen der Amateure.

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