Switzerland

In 9 von 10 Verwaltungsräten sitzt mindestens eine Frau

In 9 von 10 Verwaltungsräten sitzt mindestens eine Frau

Frauen geben in Schweizer Verwaltungsräten Gas. Shutterstock

Der Frauenanteil in den Verwaltungsräten der 100 grössten Schweizer Arbeitgeber hat einen neuen Höchststand erreicht. Bereits in neun von zehn Verwaltungsräten gehört mindestens eine Frau zum Gremium. Insgesamt ist jedes vierte Verwaltungsratsmitglied in den Top-Unternehmen eine Frau.

Damit wird laut dem am Freitag veröffentlichten Report des Kadervermittlers Guido Schilling der durchschnittliche Geschlechterrichtwert bei den Verwaltungsräten per Ende 2025 problemlos erreicht. Dieser gilt seit 1. Januar und besagt, dass in börsenkotierten Unternehmen in der Schweiz in den Verwaltungsräten mindestens 30 und in Geschäftsleitungen mindestens 20 Prozent Frauen vertreten sein müssen.

Werden diese Richtwerte nicht eingehalten, ist das Unternehmen verpflichtet, im Geschäftsbericht die Gründe anzugeben und Massnahmen zur Verbesserung darzulegen. Für Verwaltungsräte beginnt diese Berichterstattungspflicht in fünf Jahren.

Bei den 20 grössten Unternehmen, die im SMI-Index zusammengefasst sind, sei der Anteil an weiblichen Verwaltungsrätinnen mit 27 Prozent sogar noch grösser. Zudem habe jeder der 20 SMI-Konzerne mindestens eine Frau im Verwaltungsrat. Diese Unternehmen dürften den Richtwert bereits 2023 erreichen, heisst es im Bericht. Man sei jetzt in der «Bewusstseinsphase», in der die Unternehmen sensibilisiert seien, Frauen in Führungspositionen zu holen, sagte Schilling bei der Präsentation der Ergebnisse am Freitag: «Jetzt werden wir eine konstant positive Entwicklung sehen.»

Diverse Teams als Chance

Die Unternehmen hätten nämlich grösstenteils erkannt, dass ein Frauenanteil in den oberen Führungs- und Aufsichtspositionen sich gut auf das Unternehmen auswirke. «Heute sind die Herausforderungen, mit denen Unternehmen konfrontiert sind, viel vielfältiger und die Strategiezyklen kürzer», erklärte Schilling.

Das fordere die Unternehmen stark. Und diese hätten erkannt, dass divers aufgestellte Teams Themen anders betrachten. «Das Gruppendenken wird aufgebrochen», so Schilling. Zudem attestiere man Frauen eine hohe Innovationskraft und einen besonnenen Umgang mit Risiken.

Weibliche VR haben andere Expertise

Schilling hat in seinem Report erstmals auch die Zusammensetzung von Verwaltungsräten anhand der Expertise ihrer Mitglieder ausgewertet. Es zeigt sich, dass in Verwaltungsräten mehrheitlich Mitglieder mit generellen Management-Kenntnissen oder Branchenexpertise sitzen. 61 Prozent der Verwaltungsräte haben einen sogenannten General-Management-Hintergrund im Kerngeschäft, den Schlüsselmärkten oder den technologischen Herausforderungen. Werden nur die männlichen Verwaltungsratsmitglieder betrachtet, erhöht sich dieser Wert sogar auf 66 Prozent.

Ganz anders bei den Verwaltungsrätinnen: Über die Hälfte von ihnen hat einen sogenannten Governance-Hintergrund, wie Schilling erklärte. Das bedeutet, dass sie zum Beispiel Anwältinnen oder Wirtschaftsprüferinnen sind oder im Bereich Nachhaltigkeit Erfahrung haben. (aeg/sda/awp)

DANKE FÜR DIE ♥

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren

(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

5 CHF

15 CHF

25 CHF

Anderer

So schön! Schweizer Frauen- und Männer-Siege am gleichen Tag

«Heeey, Babyyyy!» – So reagierst du künftig auf Catcalling

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

UBS Ex-CEO Ermotti hat 2020 13,3 Mio Franken verdient – 3,3 Mrd Franken Boni ausgeschüttet

Die UBS lässt ihre Mitarbeitenden an dem im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegenen Jahresergebnis 2020 partizipieren. So erhöhte die Grossbank den Bonus-Pool für das abgelaufene Jahr um 24 Prozent auf 3,3 Milliarden US-Dollar.

Die Bank habe 2020 alle Finanzziele erreicht oder übertroffen, schreibt die Vorsitzende des Vergütungsausschusses der Verwaltungsrates, Julie Richardson, in dem am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht. Trotz des starken Unternehmensergebnisses halte die Bank aber …

Link zum Artikel

Football news:

UEFA-Präsident: Schauen Sie sich die Bayern an: Sie haben keine Schulden und sie haben die Champions League gewonnen. Rummenigge, Watzke und Al-Khelaifi haben mir sehr geholfen
Die Fans von Manchester United eine Protestaktion gegen die Глейзеров blockieren Eingänge auf der Basis des Clubs: Wir entscheiden, wenn Sie spielen
Perez und Agnelli sind sich sicher: 90 Minuten sind viel für Spiele. Vor drei Jahren wollte man offiziell eine Stunde spielen, aber mit Zeitstopp wurde die Idee vom heutigen RFS-Stadtrat für die Schiedsrichter erklärt. Die Superliga ist schnell abgestürzt, aber Florentino Perez hat noch ein kontroverses Thema: Wenn junge Leute sagen, dass Fußballspiele zu lang sind, dann ist das Spiel uninteressant, oder wir müssen einfach die Zeit reduzieren
Ceferin über die Super League: Barcelona enttäuschte am wenigsten. Laporte ist ein schlauer Verhandler und fand eine Ausstiegsstrategie
Perez über Ramos' Vertrag: Ich liebe Sergio als Sohn, aber wir haben noch keine Einigung erzielt. Mit Modric hat sich Real-Präsident Florentino Pérez längst auf die Verträge von Verteidiger Sergio Ramos und Innenverteidiger Luka Modric geeinigt
Fernandinho: Keiner von denen, die das Spiel lieben, hat die Super League unterstützt. Fußball - Bundesligist Manchester City hat Fernandinho seine Haltung zur Aussetzung des Europa-Super-League-Projekts zum Ausdruck gebracht
Als Reaktion auf die Bedrohung durch die Super League vor 30 Jahren wurde die Champions League gegründet. Die Reformer wählten das kleinere Übel-so entstanden die Superklubs in den 80er-Jahren