Switzerland

Historische Heimpleite und Salah-Zoff – Klopp erlebt gegen Chelsea einen Horror-Abend

Mo Salah würdigt Jürgen Klopp bei seiner Auswechslung keines Blickes. Bild: keystone

Historische Heimpleite und Salah-Zoff – Klopp erlebt gegen Chelsea einen Horror-Abend

So etwas hat es in der langen Geschichte des ruhmreichen FC Liverpool noch nie gegeben: Gegen Chelsea verlieren die «Reds» zuhause mit 0:1 – es war bereits die fünfte Heimniederlage in Serie. In der Tabelle ist das Team von Trainer Jürgen Klopp, das zahlreiche verletzte Stammspieler zu beklagen hat, auf den 7. Rang abgerutscht. Der Rückstand auf die Champions-League-Plätze ist auf vier Punkte angewachsen.

Klopp war nach dem neuerlichen Dämpfer sichtlich angefressen: «Es ist ein schwerer Schlag für uns. Im Moment sind wir definitiv nicht in einer Position, um über die Champions League zu sprechen. Wenn wird das noch ändern möchten, brauchen wird dringend Resultate. Es ist noch nicht vorbei», erklärte der 53-jährige Deutsche nach dem Spiel.

«Es wäre eine Überraschung gewesen, wenn wir Chelsea vom Feld geschossen hätten. Aber wir waren im Spiel», führte Klopp aus. «Es ist einfach ärgerlich, immer und immer wieder über dieselben Dinge zu reden. Es ist schwierig, aber wir müssen uns durchkämpfen.»

Salah-Auswechslung sorgt für Stunk

Doch nicht nur wegen der ausbleibenden Resultate kommt Klopp in Liverpool langsam in Erklärungsnot, gestern Abend sorgte er mit der Auswechslung von Mohamed Salah noch mehr Unruhe. Der Toptorjäger wurde von Klopp in der 62. Minute vom Feld beordert – so früh wie seit September 2017 nicht mehr.

Nicht nur für Salah ein ziemliche Überraschung, schliesslich lag Liverpool zu diesem Zeitpunkt zurück und der Ägypter ist mit 17 Treffern in dieser Saison aktuell der beste Torschütze der Premier League.

Salah sitzt nach seiner Auswechslung ungläubig auf der Bank. bild: screenshot sky

Salah konnte die Entscheidung seines Trainers überhaupt nicht nachvollziehen. Bereits beim Verlassen des Spielfelds schüttelte er den Kopf, lief ohne Blickkontakt schnurstracks an Klopp vorbei. Später zeigten TV-Kameras, wie Salah auf der Tribüne immer noch verärgert den Kopf schüttelte.

Nur fünf Minuten nach der Auswechslung mischte sich Salahs Berater ins Geschehen ein. Auf Twitter postete er eine Nachricht, die allerdings nur einen Punkt enthielt. Dies reichte jedoch, um eine heftige Diskussion unter dem Tweet über die Auswechslung seins Schützlings auszulösen. Salahs Vertrag läuft noch bis 2023, aber zuletzt gab es immer wieder Gerüchte, dass er gerne einmal in Spanien für Real Madrid oder den FC Barcelona spielen würde.

Auch Sky-Experte Jamie Carragher wunderte sich über Salahs Auswechslung. «Ich konnte es nicht glauben, das war schon komisch», erklärte die Liverpool-Legende in seiner Blitz-Analyse nach dem Spiel. «Wenn du ein Tor brauchst, dann lass' so viele Leute wie möglich auf dem Spielfeld, die ein Tor erzielen können ... Aber wenn Salah am Wochenende für Liverpool drei Punkte holen kann, dann hat Klopp vielleicht Recht.»

Der Liverpool-Coach selbst begründete seinen Wechsel so: «Ich hätte auch einen anderen Spieler auswechseln können, aber ich hatte in diesem Moment das Gefühl, dass er die Intensität des Spiels gespürt hat. Ich wollte nichts riskieren. Das ist alles. Ich kenne ihn schon lange und normalerweise sieht er frisch aus.» Dass der Liverpool-Trainer damit unnötig eine weitere Baustelle aufgemacht hat, konnte er da freilich noch nicht wissen. Immerhin kriegen die «Reds» bereits am Sonntag gegen Fulham die Chance, die Heimpleiten-Serie im sechsten Anlauf endlich zu beenden.

Tuchel reitet die Erfolgswelle

Während in Liverpool der Baum langsam zu brennen beginnt, ist die Gefühlslage beim gestrigen Gegner Chelsea komplett anders. Seit Thomas Tuchel bei den «Blues» übernommen hat, läuft es wie geschmiert. Von seinen ersten zehn Spielen mit seinem neuen Verein gewann Tuchel deren acht, zweimal gab's ein Unentschieden.

Die ersten 10 Spiele von Tuchel. bild: screenshot sky

«Es war natürlich ein Sechs-Punkte-Spiel. Aber das Rennen läuft noch, es sind noch viele Spiele und wir müssen Schritt für Schritt gehen. Wir dürfen uns nicht ausruhen oder feiern», sagte der 47-jährige Deutsche, der erst Ende Januar die Nachfolge von Frank Lampard angetreten hatte und mit seinem Team nun auf Champions-League-Rang 4 liegt. (pre)

DANKE FÜR DIE ♥

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren

(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

5 CHF

15 CHF

25 CHF

Anderer

ManUnited, Liverpool und? Diese Klubs wurden in England schon Meister

Keine Fussball-Fans im Büro, bitte!

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Schumacher Junior fährt in einem «russischen» Formel-1-Auto – die Reaktionen sind 😡

Das Haas F1 Team, wo in der neuen Saison auch Mick Schumacher, der Sohn von Michael Schumacher fahren wird, hat heute sein neues Auto enthüllt. Und die Reaktionen sind äusserst durchzogen.

Denn obwohl Haas ein US-Rennstall ist, kommt der «VF-21» auffallend russisch daher. Das dürfte daran liegen, dass in der neuen Saison mit Nikita Masepin ein Russe Teamkollege von Schumacher sein wird, der viele Millionen mitgebracht hat. Neuer Hauptsponsor ist nämlich das russische Bergbauunternehmen …

Link zum Artikel

Football news:

Evertons Besitzer über den Einstieg in die Super League: Nie. Everton-Besitzer Farhad Moshiri hat erklärt, dass der Klub nicht beabsichtigt, in die europäische Superliga einzusteigen
UEFA-Präsident: Der Abstieg aus der Champions League ist kein sportlicher Rückschlag mehr, sondern ein Produktionsrisiko, das nicht alle akzeptieren wollen
Wolverhampton hat sich auf Twitter zum Weltmeister 2018/19 gekürt. Die Wolves waren dann die ersten nach 6 Gründer der Super League
Ryan Mason wurde acting Spurs-Trainer Mourinho nach dem Rücktritt
Gianni Infantino: Die FIFA lehnt die Gründung der Super League kategorisch ab. Wir müssen das Modell des europäischen Fußballs schützen
Ich bin nicht für Niederlagen hier. Vier Entlassungen von José-in Bildern
Neville über Klopps Worte: Er kann nicht sagen, was er will. Die Besitzer warfen ihn unter den Bus, er hasst jedes Detail der Super League mehr als ich