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Heute gehts schon wieder los!: Das sind die Noten der Super-League-Teams

So früh ist die Super League noch nie ins Jahr gestartet. Keine Trainingslager in Spanien, keines in der Türkei. Es gibt Teams, die hatten nicht mal Zeit für ein Testspiel. Andere Freundschaftsspiele mussten corona­bedingt abgesagt werden. Und diejenigen Mannschaften, die spielen, tun das ausschliesslich unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Die brennendste Frage darum für alle Fussballfans vor dem Auftakt: Wie gut sind die Teams drauf? SonntagsBlick macht den Formcheck.

YB: Note 5,5

Meister YB ist so was von bereit für die Rückrunde – es ist schon fast beängstigend. Alle drei Tests haben die Berner gewonnen. Gegen Chiasso (4:1) und die Challenge-League-Spitzenteams Stade Lausanne-Ouchy (5:1) sowie Aarau (3:2). Man beachte: Gegen die beiden Letzteren spielte YB am selben Tag – Samstag. Mit zwei komplett anderen Mannschaften. Das sagt alles über die Stärke des Kaders des Meisters, bei dem Lauper, Lustenberger und Spielmann zurück sind. Nsame ist auch (noch) da und bleibt es wohl in der Rückrunde. Und Ngamaleu kommt morgen aus der Isolation, ist also zum Rückrundenstart am Mittwoch auch ready. Wer soll dieses YB am vierten Titelgewinn in Folge hindern? Niemand.

Basel: Note 4,5

Die Verletzungshexe trägt derzeit einen rot-blauen Schal. Mit Pajtim Kasami (Adduktoren), Heinz Lindner (muskuläre Probleme), Valentin Stocker (Muskelverletzung), Jorge (Kreuzbandriss) und Taulant Xhaka (Knie-OP) fehlen in den Tests gegen Thun (2:2) und Aarau (5:0) fünf Leistungsträger. Der resultatmässig klare Sieg gegen die Rüebliländer täuscht darüber hinweg, dass der FCB vor allem in der Startphase Mühe hatte und auch mit einem Rückstand in die Pause hätte gehen können. Aussagekräftig ist der Kick aber nur bedingt. Weil Sforza insgesamt 20 Spielern eine Chance gibt – und auf den Aussenpositionen der zentrale Mittelfeldspieler Orges Bunjaku und der Innenverteidiger Albian Hajdari verteidigen. Zuversichtlich stimmt, dass Ricky van Wolfswinkel (0 Saisontore) die Kiste endlich wieder trifft. Drei Tore in zwei Spielen.

Testspiele


16. Januar: Basel – FC Chiasso abgesagt

St. Gallen: Note 5

Der FCSG muss wohl länger auf Miro Muheim verzichten! Der Linksverteidiger verletzt sich am Samstag im Test gegen den SCR Altach (2:0, Tore: Quintilla, Ribeiro) an der Schulter, ist im Spital. Gemäss «Tagblatt» muss er operiert werden und fällt drei Monate aus. Captain Görtler (steifer Nacken), Stergiou (Schuhrandprellung) und Youan (Sprung­gelenk) sind für Mittwoch (Nachtragsspiel gegen Vaduz) fraglich. In Hochform ist Goalie Zigi. Zudem haben die Espen beide Testspiele gewinnen können.

Zürich: Note 4,5

Blerim Dzemaili zeigt im Test gegen den FCL bereits Präsenz im defensiven Mittelfeld. Am Samstag beim Test gegen Winti feiert der Rückkehrer bereits seinen ersten Treffer. Bemerkenswert ist, wie gut der zweite Anzug der Zürcher passt. In der Offensive zeigt etwa Supertalent Willy Gnonto, dass er einspringen kann, falls Blaz Kramer (Quarantäne) und der rekonvaleszente Schlüsselspieler Benjamin Kololli (Dienstag geplante Rückkehr ins Teamtraining) zum Auftakt noch nicht bei 100 Prozent sind.

Testspiele

16. Januar: Zürich – Wil abgesagt

Lugano: Note 5

Im einzigen Test gibts ein souveränes 3:0 gegen Chiasso. Auffallend: Stürmer Lungoyi ist in bestechender Frühform. Mit Ausnahme von Mittelfeldspieler Stefano Guidotti, der mindestens bis Ende Monat ausfällt, und dem angeschlagenen Sebastian Osigwe sind alle fit. Zudem konnte Asumah Abubakar, der Wunschspieler für die Offensive, verpflichtet werden. Als Alternative für Dauerläufer Numa Lavanchy kommt der Nigerianer Lucky Opara (21). Nicht mehr da sind Odgaard (zurück zu Sassuolo) und Selasi (zu Kriens). Das Überraschungsteam der Vorrunde scheint bereit.

Lausanne: Note 4

Zwei Siege und ein Remis aus den letzten drei Partien im 2020. Der Jahresabschluss war gut für den Aufsteiger. Der Auftakt ins 2021 eher weniger. BLICK macht die unschöne Degradierung von Stürmer Rapp öffentlich, er darf nicht mehr in die Kabine, nicht mehr in die Kantine, geschweige denn mittrainieren. Dass Torgarant Aldin Turkes wegen eines Kreuzbandrisses fehlt, merkt man auch. Beim 1:1 im Test gegen Xamax (Zweitletzter der Challenge League) gibts nur ein Tor vom Penaltypunkt. Immerhin gibts gegen Thun einen 3:1-Sieg. Stürmer Evann Guessand (Torschütze gegen Thun) macht den Waadtländern Hoffnung.

Servette: Note 2,5

Die Genfer haben im neuen Jahr nur einmal testen können. Gegen Challenge-Ligist Stade Lausanne-Ouchy haben sie verloren. Seit Freitag ist zudem klar: Die komplette Mannschaft der Grenats muss bis zum 26. Januar in Quarantäne. Den Jahresauftakt hätte sich Trainer Alain Geiger definitiv anders vorgestellt.

Luzern: Note 2,5

Zwar haben die Luzerner das Jahr 2020 trotz Niederlage gegen den FCB (1:2) mit einer starken Leistung beendet. Doch nach dem Jahreswechsel der Schock: Die komplette Mannschaft muss in Quarantäne, nachdem mehrere Mitglieder des Teams positiv auf das Coronavirus getestet wurden! Zuvor haben die Luzerner den ersten Test gegen den FCZ verloren. Die Freundschaftsspiele gegen GC und Kriens wurden abgesagt. Auch die ersten beiden Liga-Partien gegen Lugano und St. Gallen werden verschoben. Schon jetzt steht fest: Der Start der Innerschweizer ins 2021 ist mehr als harzig.

Testspiele

13. Januar: Luzern – GC abgesagt
17. Januar: Kriens – FC Luzern abgesagt

Sion: Note 4,5

Da sah es letzten Dienstag doch so gut aus für Sion: Hoarau, Patrick Luan und Clemenza waren zurück im Teamtraining. Doch dann der Schock: Araz und Ndoye verletzen sich im Training und fallen wochenlang aus, wie auch Ivan Martic. Weil sich auch Iapichino und Kabashi in der Reha befinden, ist die Verletztenliste vor dem Lugano-Spiel lang. Sonst aber? Sion war zuletzt solid, hat aus den drei letzten Spielen fünf Punkte geholt. Diese Solidität ist über die Festtage kaum abhandengekommen. Ein offizielles Testspiel gabs nicht, einzig ein internes Mätschli, das Rot gegen Grau mit 2:1 gewann. Neuzuzug Léo Lacroix spielte durch und ist gegen Lugano qualifiziert.

Vaduz: Note 4

Geld, um für eine Aufholjagd gross aufzurüsten, ist in Vaduz keines da. Elvin Ibrisimovic (21, von Wacker Innsbruck) bleibt wohl der einzige Winter-Neuzugang. Ob der zuletzt an Corona erkrankte Stürmer prompt eine echte Hilfe ist? Das bleibt abzuwarten. Im Test gegen Challenge-Ligist Winterthur (2:3) vermag Vaduz kaum zu überzeugen. Immerhin: Die Hauptprobe gegen Dornbirn ist dem Team von Trainer Mario Frick geglückt. Für Vaduz gilts bereits kommenden Mittwoch ernst – beim Nachholspiel auswärts in St. Gallen.

Noten von 1 (schlechte Form) bis 6 (sehr gute Form)

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