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«Heb dä Schlitte»: Ex-Profi Varela gibt jeden Sonntag im «BLICK Kick» Gas

Der Fussball-Talk heisst «BLICK Kick», der ab sofort immer sonntags um 10.30 Uhr auf Blick TV zu sehen ist und in welchem die wichtigsten Boulevard-Themen der Woche diskutiert werden. Alternierend sind die Experten Babbel, Fink, Weiler und Koller im Studio. Den Schlusspunkt der Sendung macht jeweils Carlos Varela mit seiner Rubrik «Heb dä Schlitte», in welcher der ehemalige FCB- und YB-Star unverblümt über seinen Aufreger der Woche spricht.

Unverblümt und gnadenlos ehrlich

Warum Varela? Weil Varela Kult ist. Obschon der Genfer mit spanischen Wurzeln schon 43 ist und seine Profikarriere vor 10 Jahren beendet hat, bleibt er mit seiner Art unvergessen. Wohl kein anderer Fussballer hat in diesem Jahrtausend auf unseren Fussballplätzen so gnadenlos ehrlich und unverblümt seine Meinung kundgetan wie er.

Er redete, wie er spielte: stets mit voller Leidenschaft, vollem Einsatz und offenem Visier, nicht selten auch übers Ziel hinaus. Wo Varela auftauchte, war es nie langweilig. Er teilte aus, steckte ein und eckte an. Egal, für welchen Verein er spielte, Varela wurde zum Publikumsliebling. Nicht nur, weil er ultraschnell und trickreich war, vor allem, weil er immer sagte, was er dachte, und dachte, was er sagte.

Varela polarisierte. Man liebte oder hasste ihn, kalt liess er keinen. «Ich würde behaupten: 90 Prozent der Schweizer Fussballfans haben mich gehasst, die anderen 10 Prozent dafür geliebt. Das waren dann jeweils die Fans des Klubs, für den ich spielte. Das macht mich noch immer stolz», so Varela. Er hat sich immer voll und ganz mit seinem aktuellen Verein identifiziert – die Nähe mit den Fans gesucht und gefunden. Varela: «Ich war wie einer aus der Fankurve. Mit dem Unterschied, dass ich auf dem Platz stand. Hat man unsere Fans beleidigt, habe ich es persönlich genommen und mich revanchiert.»

Brandrede von 2008 ist bis heute unvergessen

Unvergessen seine Brandrede im YB-Dress im Juli 2008 nach dem 1:2 im Saison-Auftaktspiel gegen seinen Ex-Klub Basel. «Wir haben null Punkte und sie haben drei, ohne zu spielen. Sie können nur stehende Bälle, das regt mich auf», sagt er ins Mikrofon des Radiosenders BE1. Und: «Wenn es einen Sieger hätte geben müssen, dann YB und nicht die arroganten Basler, die schlussendlich einfach einen traurigen Fussball spielen.»

Als er im Hintergrund den Jubel eines Baslers hört, lupft es Varela den Deckel. Er schreit lautstark: «Heb dä Schlitte! Du huere Schissdrägg du!» Varela und sein Spruch werden Kult. Es werden sogar «Heb dä Schlitte»-T-Shirts gedruckt.

Varela und seine verbale Traumkiste stehen für einen Fussball-Talk, wie wir ihn uns wünschen. Frech, ehrlich, ungeschliffen. Zum Titel des neuen Formats reichte «Heb dä Schlitte», trotz vieler Fürsprachen, nicht ganz, dafür zur fixen Rubrik. Varela: «Ich freue mich sehr darauf. Fussball ist mein Leben, ich werde ihn mein Leben lang lieben und wegen ihm leiden.»

«Es wird meine persönliche Meinung sein»

Was kann man von Varela er­warten? Ist der charismatische Ex-Fussballer, der längst Familien­vater und seit Jahren als TV-Experte in der Westschweiz tätig ist, ein wenig altersmilde geworden? Von wegen!

Varela: «Ich werde zu einem heiss diskutierten Thema der Woche Stellung beziehen. Es wird meine persönliche Meinung sein und nicht diejenige der BLICK-Journalisten. Also: Falls es Reklamationen gibt, bitte direkt an mich.»

Falls nicht: «Heb dä Schlitte!» – Varela gibt ihn dir gerne.

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