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Switzerland

Handy-Ballon auf Augenhöhe mit Trump – diese Fotomontage der Migros löst kritische Reaktionen aus

«Gesichtet: Orange Flasche auf dem Weg nach Davos» – das schreibt die Migros auf Twitter zu einem Bild, das einen orangen Heissluftballon in Form einer Handy-Abwaschmittel-Flasche mit vier US-Helikoptern zeigt. Der Tweet löst kritische Reaktionen aus, weil sich der Grossverteiler sonst nie politisch äussere.

«Natürlich ist das Bild eine Montage, sonst wäre es möglicherweise der letzte Flug des Handy-Ballons gewesen» – das sagt Migros-Sprecherin Cristina Maurer Frank zum Foto des fliegenden Werbeträgers über den Wolken. Tatsächlich wäre es angesichts des gesperrten Luftraums am WEF wohl undenkbar, dass sich ein Heissluftballon auf Augenhöhe mit US-Präsident Trump befinden könnte.

US-Präsident Donald Trump landet in Davos

Der Konvoi aus sieben Helikoptern setzte am Dienstag um 9.40 Uhr im Minutentakt auf - hunderte Schaulustige verfolgten die Ankunft des US-Präsidenten vor Ort. Der Landeplatz wurde von schwerbewaffneten Sicherheitskräften abgesichert.

Dass die Migros ein Photoshop-Bild verbreitet, stört die Twitter-Gemeinde nicht – sie kritisieren aber die vermeintlich politische Aussage. Gleich mehrere User stören sich daran, dass die Migros, die sich sonst nicht politisch äussere, nun Donald Trump als orange Flasche bezeichnet. Sprecherin Maurer Frank hält dazu fest: «Der Post-Text beschreibt die Handyflasche, die auf dem Bild zu sehen ist. Die Interpretation davon sei unseren Followerinnen und Followern überlassen.»

Die Idee eines Aargauers

Den orangen Handy-Ballon gibt es tatsächlich – die Idee dazu hatte der Aargauer Ballonpilot Stefan Wälchli, der beruflich als Aussendienstmitarbeiter bei Mibelle tätig ist. In einem Blog-Beitrag wird die Geschichte des orangen Handy-Ballons beschrieben. Die eigentliche Produktion mit dem Nähen der Ballonhülle, dem Flechten des Korbes sowie dem Einbau des technischen Equipments dauerte rund vier Monate, bevor der Ballon im Jahr 2015 zum ersten Mal abhob.

Beim Auf- und Abbau des Ballons heisst es zügig arbeiten, da er bei starkem Wind aufgrund seiner aussergewöhnlichen Höhe von 35 Metern schnell ins Schwanken gerät. Und da der Ballon, durch die formgebenden zusätzlichen Stoffbahnen und Stabilisatoren, rund das Doppelte eines vergleichbaren Standardballons wiegt, ist auch Muskelkraft gefragt. Das fahrende «Maxihandy» fasst 2600 m³ Heissluft oder das Volumen von drei Einfamilienhäusern. «Sobald wir vom Boden abheben, ist die Arbeit vergessen, und der Ballon fährt genauso ruhig wie jeder andere», betont Stefan Wälchli.

Spektakel für Planespotter: So einige Flugzeuge aus den USA landeten am Dienstagmorgen in Zürich.

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