Switzerland

Händeschütteln verboten: Schulen wappnen sich gegen Coronavirus

Die Angst vor dem Coronavirus wird nun auch in den Schulen zum Thema. Gerade bei Kindern geht zunehmend die Angst um. Auch die kantonalen Bildungsdirektionen erhalten vermehrt Anfragen von Schulleitern, wie sie mit der Problematik umgehen sollen. Etwa auch, wie mit Kindern umgegangen werden soll, die aus den Ferien aus betroffenen Gebieten zurückkehren.

Schulschliessungen sind zwar noch keine geplant. Doch die Kantone wappnen sich für den Ernstfall und reagieren mit Empfehlungen an die Schulen. Der Kanton Aargau zum Beispiel. Vorerst finde der Unterricht «im Aargau regulär statt», heisst es in dem Schreiben. Dabei würden die üblichen Absenzenregeln gelten.

Nicht mehr Hände schütteln

Aber: «Im Einzelfall gelten für Reisende aus Risikogebieten die Empfehlungen der Gesundheitsbehörden.» Wer also nach einem Aufenthalt in betroffenen Gebieten grippeähnliche Symptome oder Fieber aufweist, «bleibt zu Hause und meldet sich umgehend – zuerst telefonisch – bei seinem Hausarzt und erwähnt, wo er sich aufgehalten hat».

Der Schulbetrieb begünstige durch die räumliche Nähe vieler Kinder, Jugendlicher und Erwachsener die Übertragung der Krankheitserreger, warnt der Kanton. Und verweist deshalb auf Schutzmassnahmen, die sich bereits im Fall der Schweinegrippe im Sommer 2009 bewährt haben, um die Ausbreitung der Grippeviren zu reduzieren.

Die Lehrpersonen sollen ihre Klassen auf die wichtigsten Schutzmassnahmen hinweisen. Dazu gehören die wichtigsten Hygieneanweisungem, wie etwa regelmässiges Händewaschen sowie in Papiertaschentücher oder die Armbeuge husten und niesen – wie es auch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) empfiehlt. Zudem empfiehlt der Aargau, gebrauchte Taschentücher in einem verschliessbaren Abfalleimer zu entsorgen sowie regelmässig die Klassenzimmer zu lüften.

Sollte ein Kind während dem Unterricht Grippesymptome entwickeln, muss es die Lehrperson nach Hause schicken und für Betreuung sorgen. Kranke Lehrer dürfen frühestens ein Tag nach Abklingen der Symptome wieder zur Arbeit. Zudem rät der Kanton in solchen Situationen eindringlich, sich im Schulzimmer nicht mehr die Hände zu schütteln und einen Sicherheitsabstand von einem Meter zu wahren.

Achtung bei Schulreisen ins Ausland

Auch der Kanton Zürich hat Anfang Woche ähnliche Weisungen an die Schulen verschickt. Besondere Massnahmen müssten derzeit nicht getroffen werden, heisst es in den Schreiben der Bildungsdirektion.

Schülerinnen und Schüler, die aber in den letzten zwei Wochen in einem Risikogebiet waren oder in engem Kontakt mit jemandem standen, der dorthin gereist war oder selbst erkrankt ist, müssen sich telefonisch bei einem Arzt melden. Dieser entscheidet, wie weiter vorgegangen werden soll. Sind sie in den letzten zwei Wochen aus einem Risikogebiet zurückgekehrt und zeigen Erkältungssymptome, müssen sie daheim bleiben. An Fieber erkrankte Kinder dürfen erst wieder zur Schule, wenn sie einen Tag lang keine Symptome mehr zeigen.

Mittel- und Berufsschulen werden zusätzlich angehalten, bei Schulreisen oder Klassenlager ins Ausland besonders aufzupassen und sich beim BAG zu informieren.