Switzerland

Gentherapie mit Goldpartikeln: Basler Forscher gelingt Durchbruch für Blinde

200 Millionen Menschen auf der Welt leiden an Makuladegeneration. Die Betroffenen verlieren das Sehvermögen im zentralen Teil des Auges, das periphere Sehen am Rand bleibt meist erhalten. Die Krankheit ist in den Industriestaaten die Hauptursache für Erblindung bei über 50-Jährigen.

Es gibt keine Therapie, um die einmal eingetretene Erblindung zu lindern. Zumindest gab es sie bis jetzt nicht: Forscher des Institut für Molekulare und Klinische Ophthalmologie Basel (IOB) haben eine Technik entwickelt, die das Potenzial hat, die Sehfähigkeit der Patienten zu verbessern. «Betroffene könnten an Alltagsaktivitäten teilhaben, was letztendlich ihre Lebensqualität verbessern könnte», sagt IOB-Drerektor Botond Roska in einer Mitteilung des Instituts. Der neue Ansatz wird am Freitag in der renommierten Fachzeitschrift «Science» publiziert. Erstautorin und damit die Entdeckerin der Methode ist Dasha Nelidova, eine Post-Doc-Wissenschaftlerin im Labor von Roska.

Goldpartikel und Gene in Viren verpackt

Inspirieren liess sich das Institut von Schlangen. Diese können im Gegensatz zum Menschen Licht im Nahinfrarot-Bereich sehen. Die Forscher verpackten Gold-Nanopartikel und spezielle Gene in natürlich vorkommende Viren und iniziierten diese unter die Netzhaut.

Die Goldnanopartikel funktionieren als Antennen. Sie absorbieren das sonst nicht-sichtbare Nahinfrarotlicht. Das eingeschleuste Gen bringt hitzeempfindliche Proteine in die Netzhautzellen. Nahinfrarotlicht gibt so Wärme ab, die in degenerierten Netzhautzellen Nervenimpulse auslöst. «In den Experimenten erzeugte die Gentherapie mindestens partielle Sehfähigkeit in blinden Mäusen», schreibt das Institut. Tests an menschlicher Netzhaut, die von Multiorganspendern entnommen wurden, hätten die Ergebnisse bestätigt. (lei)

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