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Gefahr im Klassenzimmer: Coronavirus verbreitet sich auch über die Luft

Inzwischen sollte es jeder wissen: Maske auf und Abstand halten. So schützt man sich effektiv vor dem Coronavirus. Zumindest reicht das, wenn man sich draussen an der frischen Luft aufhält. Anders sieht es dagegen aus, wenn man sich mit mehreren Menschen für längere Zeit in einem Raum aufhält. Denn die Viren verbreiten sich auch über die Luft – durch sogenannte Aerosole.

Die kleinen Partikel verliert jeder Mensch beim Ausatmen, Sprechen, Singen, Lachen oder Fluchen. Infizierte geben so die Viren an die Luft ab – und hier liegt die Gefahr. Die Teilchen können mehrere Meter zurücklegen und mehrere Stunden überleben.

«Neues Lüftungsverhalten lernen»

«Die Lebensdauer dieser Tröpfchen ist überraschend hoch», sagt der deutsche Physiker Detlef Lohse von der niederländischen Universität Twente zum «Spiegel».

Im Klartext: Ist eine Person im Raum infiziert, können sich in Windeseile mehrere Menschen anstecken. Das beweist ein Fall aus den Niederlanden. Erst, nachdem in einer Kneipe zu später Stunde alle Fenster und Türen geschlossen wurden, infizierten sich mehr als die Hälfte der Gäste mit Corona. Personen, die vor dem Schliessmanöver nach Hause gingen, steckten sich nicht an.

Also einfach das Fenster auf und gut ist? Leider nein. «Wir müssen ein neues Lüftungsverhalten lernen», sagt Martin Kriegel, Institutsleiter Energietechnik an der Technischen Universität Berlin, zum «Spiegel». Ein Fenster zu kippen sei zum Beispiel nicht ausreichend. Im Idealfall öffnet man mehrere gegenüberliegende Fenster – für mehrere Minuten und bis zu drei Mal täglich.

Klassenzimmer ist schnell voller Aerosole

Doch für Klassenzimmer haben Experten Bedenken. Anständig Lüften sei dort eine Herausforderung. Insbesondere, weil die Pausen zu kurz sind. Wie schnell sich Aerosole in einem Raum vollrt Schüler ausbreiten, zeigt eine deutsche Studie mit Blick auf den Kohlendioxidgehalt. Bereits nach 45 Minuten wurde so viel CO2 gemessen, dass er als «hygienisch inakzeptabel» eingestuft wurde, wie der «Spiegel» berichtet.

Martin Kriegel empfiehlt daher, dass die Schulen mit CO2-Messgeräten ausgestattet werden. Der CO2-Wert würde dann als Aerosol-Marker dienen. Ist der Wert zu hoch, muss sofort gelüftet werden. Und nicht nur das: Der Experte rät dazu, die Unterrichtsstunde von 45 Minuten auf 30 Minuten zu verkürzen und die Pausen von fünf Minuten auf eine Viertelstunde zu verlängern.

Wie ansteckend das Coronavirus über die Luft ist, darüber ist bis jetzt noch wenig bekannt. Klar ist nur: Man kann sich auch über die Aerosole infizieren. Damit das nicht passiert, sollte man gut lüften. Netter Nebeneffekt: etwas Abkühlung an diesen heissen Tagen. (jmh)

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