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Fernsehserie: Nach 35 Jahren ist Schluss mit «Lindenstrasse»

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Am Sonntagabend wurde die letzte Folge der deutschen Fernsehserie «Lindenstrasse» ausgestrahlt. Die Serie hat Pionierarbeit geleistet, zuletzt jedoch an Beliebtheit verloren.

Es war die 1758. Folge, die am Sonntagabend in der ARD gezeigt wurde, und zugleich die letzte Folge «Lindenstrasse». Seit der ersten Folge am 8. Dezember 1985 bildete die Serie den Familienalltag in Deutschland ab. Die Kritiker sind sich einig, «Lindenstrasse» war auch streitbar und legte Haltung an den Tag. Genau damit erzielte sie eine grosse Reichweite. Wie Statistiken zeigen, hatte die Serie regelmässig mehr als zehn Millionen Zuschauer, besonders in den 80er-Jahren.

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Zu einem Dauerbrenner des Erfinders Hans W. Geissendörfer gehörte das Thema Homosexualität. Dort leistete «Lindenstrasse» Pionierarbeit. So war 1990 die Serie für den ersten schwulen Fernsehserien-Kuss in Deutschland verantwortlich und 1997 folge die erste Hochzeit eines schwulen Paares im deutschen Fernsehen. Geissendörfer sagte einst in einem Interview, der politische Kommentar sei von der allerersten Minute an volle Absicht gewesen. Nun ist Schluss. «Lindenstrasse» wurde in letzter Zeit weniger geschaut und WDR hat beschlossen, dass die Serie nach 35 Jahren abgesetzt wird. So bleibt den Machern nur noch eins: Auf Wiedersehen zu sagen.


(mig)

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