Switzerland

Federer über das Grand-Slam-Rennen: «Abgerechnet wird am Schluss»

Mit einem eher glanzlosen Sieg gegen Ilja Iwaschka (ATP 90) ist Roger Federer am Montag ins ATP-Turnier von Halle gestartet. Das 7:6 (7:4), 7:5 gegen den formstarken Weissrussen bewertete der 39-Jährige als «für den Anfang okay». Es ist ja auch bei weitem nicht das wichtigste Spiel der Rasensaison: «Ich fühle mich hier nicht sehr unter Druck. Aber jeder Match, den ich spielen kann, ist positiv im Hinblick auf Wimbledon», so Federer.

Nach seinem Rückzug aus den French Open verfolgte der 20-fache Grand-Slam-Sieger den Final von Roland Garros von Westfalen aus und spart nicht mit Lob für seinen Verfolger Djokovic: «Schon im Halbfinal gegen Nadal gab es unfassbare Ballwechsel und grossartiges Tennis. Aber wie sich Djokovic noch über die Ziellinie gerettet hat, war grossartig. Umso mehr, als er in der Woche vor Paris auch noch das Turnier in Belgrad gewonnen hat.»

Auch die Leistung des zweiten Finalisten Stefanos Tsitsipas (ATP 4) beeindruckt: «Er hat schon wie Alexander Zverev (ATP 6) und Daniil Medwedew (ATP 6) gezeigt, dass er inzwischen in der Lage ist, auch die grössten Titel zu gewinnen.» Dass nach der Ära der «Big Three» wieder mehr Spieler diese unter sich aufteilen werden, ist für den Basler klar.

«Solange wir spielen, ist alles möglich»

Und doch: Ein Sieg in Wimbledon (28. Juni bis 11. Juli) würde «King Roger» mit 21 Titeln wieder zum Alleinherscher auf dem Grand-Slam-Thron machen. Wer aber am Ende die Nase vorne hat, darüber will Federer nicht spekulieren: «Solange wir spielen, ist alles möglich, und am Schluss wird abgerechnet.»

Dass der Fokus der Tenniswelt mittlerweile so stark auf den Grand-Slam-Turnieren liegt, stört den Weltanglisten-Achten: «Sicherlich haben mir die Grand Slams vieles gegeben, und sie bieten dem Tennis eine grosse Bühne. Aber der grösste Teil des Tennisjahres spielt sich auf der ATP-Tour ab.»

Djokovic ist heiss auf den Rekord

Den Ursprung dieser Übergewichtung der vier grossen Turniere sieht er bei Pete Sampras: «Als ich auf die Tour kam, ging es nicht nur um die Grand Slams.» Der Amerikaner sei es gewesen, der plötzlich sagte, nun würden ihn nur noch die Majors interessieren. «Ich wollte einfach Sampras' Rekord brechen, alles andere war ein Bonus», verrät Federer.

Mindestens so besessen wie Roger damals den Rekord von Sampras jagte, ist dem Schweizer nun Novak Djokovic auf den Fersen. Nach Roland Garros fehlt der Weltnummer 1 nur noch ein Grand Slam, um mit Federer und Nadal auf 20 Titel gleichzuziehen. Nach dem Turniersieg in Paris versprach «Nole»: «Ich werde sie weiter jagen.» Er habe nie das Gefühl gehabt, dass die beiden uneinholbar seien. (tim)

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