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Explosiver «New York Times»-Bericht: US-Präsident zahlte während Jahren keine Steuern: Vorwürfe werden vor erstem TV-Duell zwischen Trump und Biden publik

Geplant sind drei TV-Debatten zwischen US-Präsident Donald Trump (74) und seinem Herausforderer Joe Biden (77). Ausgerechnet am Tag vor dem ersten Live-Schlagabtausch der beiden Rivalen berichtet die «New York Times», dass Trump in seinen ersten beiden Amtsjahren 2016 und 2017 jeweils nur 750 Dollar Einkommenssteuer auf Bundesebene bezahlt habe. «Donald J. Trump zahlte in dem Jahr, in dem er die Präsidentschaft gewann, Einkommenssteuern in der Höhe von 750 Dollar. In seinem ersten Jahr im Weissen Haus zahlte er weitere 750 Dollar.»

In zehn der letzten 15 Jahre habe er überhaupt keine Einkommenssteuern gezahlt - «hauptsächlich, weil er angab, viel mehr Geld verloren zu haben, als er verdient hatte», schreibt die Zeitung. Diese ist offenbar im Besitz von Steuerdaten Trumps und dessen «Hunderten von Unternehmen»; von Daten, die sich über mehr als zwei Jahrzehnte erstrecken. Auch sollen detaillierte Informationen zu Trumps ersten beiden Amtsjahren vorliegen.

Die Herausgabe seiner Steuerunterlagen hat Trump mit allen Kräften bekämpft. Den explosiven Bericht der «New York Times» verurteilte er denn auch prompt als «totale Fake News». Er werde seine Steuererklärungen veröffentlichen, wenn die seit Jahren laufende Buchprüfung der Steuerbehörde IRS abgeschlossen sei, versicherte Trump vor Journalisten. «Die IRS behandelt mich nicht gut. Sie behandeln mich sehr schlecht», sagte der Präsident, und fügte an: «Ich habe eine Menge bezahlt, ich habe auch eine Menge an Steuern an den Bundesstaat bezahlt, der Bundesstaat New York verlangt viel.»

Wer läuft wem ins Messer vor laufender Kamera?

Diese brisanten Enthüllungen und Trumps Dementi dürften Biden am Dienstag zu Rückenwind verhelfen. Der Zeitpunkt der Veröffentlichung der Vorwürfe überrascht daher nicht. Es ist davon auszugehen, dass Biden im Besitz von weiteren vertraulichen Informationen ist, die er ausspielen und Trump damit zu Antworten zwingen dürfte. Doch beide können einander in die Falle gehen. Amtsinhaber Trump hat im Vorfeld offenbar Regeländerungen bei den Debatten gewünscht, mit noch mehr Live-Showdowns mit seinem Kontrahenten, wie Trumps Wahlkampf-Manager Bill Stepien gegenüber «Fox News» erklärte.

Die Demokraten vermuten einen tückischen Plan. Im Biden-Lager herrscht die Befürchtung, dass Trump den ehemaligen US-Vizepräsidenten vor laufender Kamera in die Enge treiben und zu Schnitzern verleiten will. Die unterlaufen Biden immer wieder. Jede Minute mehr im Rampenlicht bedeutet weitere mögliche Biden-Fauxpas.

In der Tat glänzte Biden eben wieder mit einem kolossalen Aussetzer. Im Gespräch mit dem TV-Sender «MSNBC» unterlief ihm eine haarsträubende Entgleisung. Biden warf Trump vor, wie Nazi-Propagandaminister Joseph Goebbels zu lügen: «Er ist so in etwa wie Goebbels. Man erzählt eine Lüge lange genug, wiederholt sie, wiederholt sie, wiederholt sie - und sie gilt als Allgemeinwissen.»

Trump fordert Biden zum Drogentest auf

Die Liste der Biden-Versprecher und -Aussetzer lässt sich sehen. Unlängst bekräftigte er, «seit 180 Jahren» dem Senat anzugehören. Ein anderes Mal versicherte er bei einem öffentlichen Auftritt, dass «200 Millionen Amerikaner sterben, bis ich diese Rede beendet habe». Die USA zählen rund 328 Millionen Einwohner.

Vor dem ersten Schlagabtausch am Dienstagabend im Fernsehen hat Trump seinen Rivalen auf Twitter dazu aufgefordert, vor oder nach der Live-Debatte einen Drogentest zu machen. Trumps Begründung: Die bisherigen Debatten-Auftritte von Biden seien auffällig wechselhaft gewesen: «Nur Medikamente hätten diese Diskrepanz verursachen können.» Trump bot an, ebenfalls einen Test zu machen.

«Oktober-Überraschung»?

Umfragen zufolge scheint Biden rund fünf Wochen vor der Präsidentenwahl am 3. November zwar deutlich vor Trump zu liegen. Das dachte vor vier Jahren auch Kandidatin Hillary Clinton (72). Elf Tage vor dem Wahlgang hatte der damalige FBI-Direktor James Comey (59) bestätigt, dass eine Untersuchung gegen die Präsidentschaftskandidatin der Demokraten wieder aufgenommen wurde. Der Zeitpunkt dieser «Überraschung» war bezeichnend.

Solche Vorfälle werden im politischen Jargon der USA auch «Oktober-Überraschung» genannt, weil Ereignisse kurz vor den Wahlen Anfang November einen übergrossen Einfluss insbesondere auf unentschlossen Wähler und Swing-Staaten haben. In den Tagen vor der Stimmabgabe kann noch alles gewonnen oder verloren werden, wie die Geschichte zeigt.

Für eine «Oktober-Überraschung» wurde der «New York Times»-Bericht zu früh publik. Trump bleibt genügend Zeit, auf die Vorwürfe zu antworten. Dabei verzichtet er wohl besser auf seine alte Entschuldigung, wonach «alles veröffentlicht werden wird, es wird alles herauskommen, aber nach der IRS-Buchprüfung». Ein Versprechen, das er bekanntlich nicht einlöste. Derweil werden sich Republikaner und Demokraten in den kommenden Wochen noch misstrauischer beobachten: Wer hat ein Ass im Ärmel, um mit einem Schockereignis in letzter Minute den Wahlausgang zu kippen?

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