Switzerland

EV Zug übernimmt Tabellenführung - Saison in Gefahr

Aber obwohl erstmals seit einer Woche in der National League wieder fast ein volles Programm abgespult werden konnte, drehte sich im Profi-Eishockey auch am Freitag erneut vieles um die Behörden. Die Schweiz ist halbiert: Im Westen dürfen ab diesem Wochenende maximal noch 1000 Zuschauer in die Hallen, in einigen Kantonen (wie Bern) gar keine mehr. Der SC Bern spielte beim 6:0-Erfolg über Biel zum vorerst letzten Mal vor Fans. Im Osten und im Süden der Schweiz hingegen dürfen vorerst weiter zwei Drittel der Sitzplätze besetzt werden.

Im Frühling brachen National League und Swiss League die Meisterschaft ab, als Geisterspiele drohten. Diese Diskussionen drängen sich in den nächsten Tagen und Wochen wieder auf. Bereits unterbrochen wurde am Freitag die Eishockeymeisterschaft der Amateure.

Probleme gibt es auch bei den Profis einige. Zwar befinden sich Lugano und Freiburg nicht mehr in Quarantäne, aber in Anbetracht der steigenden Fallzahlen sind die nächsten Coronavirus-Fälle in der National League bloss eine Frage der Zeit. In der Swiss League ist jetzt schon die Hälfte aller Partien bis Ende Oktober wegen Quarantäne-Verfügungen verschoben.

Was lief auf dem Eis? Der märchenhafte Saisonstart des ZSC-Goalie Ludovic Waeber verlor diese Wochen an Glanz: Nach fünf Gegentoren am Donnerstag liess Waeber am Freitag sechs der ersten zwölf Schüsse und insgesamt acht Schüsse auf sein Tor passieren. Lugano meldete sich mit einem 4:3-Heimerfolg nach Verlängerung über Davos aus der Quarantäne zurück, wobei Joe Thornton für Davos ein erstes Tor beisteuerte. Davos hatte erst 2,1 Sekunden vor Schluss zum 3:3 ausgeglichen.

Bern mit gelungenem Abschied von den Fans

Der SC Bern lässt im vorerst letzten Heimspiel mit (1000) Zuschauern mit einem 6:0-Sieg gegen Biel nichts anbrennen. Die Berner markierten im zweiten Abschnitt vier Tore innerhalb von elf Minuten. Nicht die typischen Skorer erzielten die Tore: Jeremi Gerber (zum 2:0) und Gregory Sciaroni (6:0) trafen zum ersten Mal in dieser Saison; Inti Pestoni (1:0), Mika Henauer (3:0) und Tristan Scherwey (4:0) erzielten jeweils ihr zweites Tor. Der Schwede Ted Brithén kam zu seinem dritten Treffer innerhalb einer Woche, und der Kanadier Dustin Jeffrey stand bei vier der fünf Toren auf dem Eis.

Und Biel? Bei den Seeländern missriet Coach Lars Leuenberger die Rückkehr nach Genf gehörig. Die Bieler müssen ihr Defensivspiel überdenken: Seit dem 6:0-Startsieg über Lausanne kassierte der EHCB in jeder Partie mindestens vier Gegentore.

Lausanne besiegte Ambri erneut

Der Lausanne Hockey Club gewann mit 3:2 gegen Ambri-Piotta vor 4341 Zuschauern auch sein drittes Heimspiel. Schon am Dienstag hatte Lausanne gegen die Leventiner 3:2 gewonnen, damals auswärts und erst nach Verlängerung. Am Dienstag gelangen Denis Malgin zwei und Christoph Bertschy ein Tor. Drei Tage später machten sie es umgekehrt: Malgin brachte Lausanne nach 32 Minuten in Führung, Bertschy stellte danach mit zwei Treffern den Sieg sicher.

Die Lausanner verbesserten sich dank des Erfolges in der Tabelle auf den 2. Platz. Wie der EV Zug holte Lausanne in den ersten drei Wochen 17 Zähler; die Waadtländer benötigten dazu indes ein Spiel mehr.

Bei Lausanne hütete diesmal wieder Tobias Stephan (30 Paraden) das Tor, der in den letzten 134 Minuten bloss noch zwei Gegentreffer zuliess. Mit ihm vor dem Kasten feierte Lausanne auch den bislang wertvollsten Sieg: das 3:0 vor einer Woche in Zug.

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