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Er tötete fünf Menschen – Kitzbühel-Killer vor Gericht: «Ich dachte: Jetzt ist genug!»

Seit heute steht Andreas E.* (26) vor dem Landgericht Innsbruck. Seine Wahnsinnstat machte im Oktober 2019 weltweit Schlagzeilen: Der junge Österreicher (26) wurde zum fünffachen Killer. Er erschoss seine Ex-Verlobte Nadine H.* (†19), ihre Eltern, ihr Bruder und Nadines neuer Freund, das Eishockey-Talent Florian J.* (†24).

Jetzt droht ihm lebenslang! Denn laut psychiatrischen Gutachten war der Killer zum Zeitpunkt der Tat allenfalls alkoholbedingt enthemmt, aber zurechnungsfähig. Er soll zum Tatzeitpunkt zwischen 0,6 und 1,65 Promille gehabt haben.

Andreas E. hatte Nadine zuvor im Nachtclub getroffen, fuhr in der Nacht noch zu ihrem Haus. Er sah das fremde Auto vor ihrem Haus, er wollte zu ihr – doch ihr Vater und sie gaben ihm deutlich zu verstehen, dass er nicht mehr erwünscht ist, dass er «sich schleichen» soll. Nadine soll ihm da ausserdem wutentbrannt gesagt haben, dass sie ihn zweimal betrogen habe.

«Es tut mir unendlich leid»

Immer wieder wurde «Eifersucht» als Motiv für die Bluttat genannt. Er selbst sagt vor Gericht laut der «Tiroler Tageszeitung»: «Eifersucht war damals wohl nicht das Motiv. Aber die Art, wie mich die Familie angefahren hat, dass ich mich jetzt schleichen solle – und dazu die unerwartete Untreue waren wohl der Auslöser.» Andreas E. sagt: «Ich dachte: Jetzt ist genug!»

Er habe bei der Tat einen Tunnelblick gehabt. «Man bringt nicht absichtlich fünf Leute um, das tut mir unendlich leid!» Der 26-Jährige behauptet, er habe so gehofft, dass ihn jemand aufhalte. Schliesslich entschuldigt sich der Täter bei dem verbliebenen Bruder seiner Ex-Freundin – und bricht in Tränen aus.

Grosser Wunsch nach Stabilität

Zum Auftakt des Prozesses erklärte die Verteidigerin, ihr Mandant habe nicht aus reiner Eifersucht gehandelt. «Es ist viel komplexer», sagte die Rechtsanwältin. Ihr Mandant habe nie gelernt, seine emotionalen Bedürfnisse zu artikulieren und er habe einen grossen Wunsch nach Stabilität gehabt, zitierte sie aus dem psychiatrischen Gutachten.

In der Nacht vor der Tat traf Andreas E. in einem Nachtclub auf seine Ex-Freundin, zu dem «schicksalhaften Aufeinandertreffen», wie die Verteidigerin sagt. Er habe sie zurückgewinnen wollen – sie wollte jedoch nicht. «Er fühlte sich von seiner ehemaligen Freundin und ihrer Familie verraten und abgewiesen.» (SDA/neo)

*Namen bekannt

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