Switzerland

Enkelin baut Opas Haus um: Alter Bau im Tessin wird zu modernem Ferienhaus

«Es war super, dass ich für einmal ganz nach eigenen Vorstellungen und unseren Bedürfnissen entsprechend diesen Umbau planen konnte», sagt Susanne Fritz (46) aus Uetikon am See ZH. Die selbstständige Architektin ist sich in ihrer Tätigkeit sonst gewohnt, dass die Bauherrschaft auch eigene Ideen und Wünsche beim Bau einbringt, die es wenn möglich zu berücksichtigen gilt.

Nicht so bei ihrem Umbau im Tessin. Die Liegenschaft in Mergoscia TI aus den 80er-Jahren hat ihr Opa damals gekauft. Das Haus ist Teil eines Ensembles von vier gleichzeitig erstellten Liegenschaften. «Mit meinen Eltern und meinem Bruder habe ich dort als Kind und Teenager oft und gern meine Zeit in den Ferien verbracht und ich wollte darum, dass dieses Haus in Familienbesitz bleibt.»

Radikale Entsorgung und Erinnerungsstücke

2014 konnte Susanne Fritz mit ihrem Ehemann Nils Becker (51) und ihrer Tochter Lucie (15) das Haus übernehmen und nutzte das Ferienhaus während drei Jahren im Zustand, wie sie es erworben hat. 2017 startet sie zusammen mit ihrem Ehemann die Umbauplanung.

Ihren verstorbenen Opa hat die Architektin als «gschaffig» in Erinnerung, der immer wieder an seinem Ferienhaus herumwerkelte und selber umbaute. Dies sei mitunter eine der grössten Schwierigkeiten beim Umbau gewesen, sagt die Architektin. «Es hat sich viel angesammelt, und wir mussten schon beim Ausmisten ziemlich radikal sein und konnten nicht alle meine Sentimentalitäten berücksichtigen.»

Vieles sei daher entsorgt oder verschenkt worden. Einige Lieblingsstücke wie die Sessel der Oma wurden aber behalten und nach dem Umbau in die moderne Einrichtung integriert. «Mit dem richtigen Mix von Alt und Neu sieht das cool aus», so die Architekten. Selbstredend, dass auch das für den Tessin typische Grotto mit Opas Pizzaofen erhalten blieb. «Zum Glück hat mein Opa damals auch bereits einen Pool gebaut. Heute hätten wir dafür wohl keine Bewilligung erhalten», sagt Fritz.

Kurze Umbauphase dank zuverlässigen lokalen Handwerkern

Bis zum Start des Umbaus dauerte es rund ein Jahr, bis sämtliche Bewilligungen vorlagen. «Die Behörden machten uns die Arbeit nicht gerade leicht», sagt Susanne Fritz diplomatisch. Dagegen liefen die Arbeiten mit den vorwiegend lokalen Handwerkern sehr gut. «Ich habe alle Pläne selber gemacht, aber weder mein Mann noch ich sind handwerklich talentiert. Die Ausführungen haben wir den Handwerkern überlassen, und die haben einen Superjob gemacht.»

Innerhalb von sechs Monaten wurde das alte Ferienhaus im Verzascatal komplett umgebaut. Das Haus mit Pool und Grotto verfügt über zwei Schlafzimmer und einem weiteren grossen Schlafzimmer mit eigenem Bad im Dachgeschoss. Vor Ostern 2019 war der Umbau planmässig abgeschlossen.

Ferienhaus zur ganzjährigen Nutzung

Neben einer neuen Küche und neuen Bädern wurde das Dach erneuert, Wände eingerissen, eine neue Wärmepumpe und Bodenheizung eingebaut und grosse Fenster mit Dreifachverglasung. Susanne Fritz: «So ist das Haus jetzt ganzjährig bewohnbar, hat ein angenehmes Raumklima und ist offener, lichtdurchflutet und wirkt insgesamt grosszügiger.» Das äusserliche Erscheinungsbild hat die Familie bewusst wenig verändert, damit sich das Ferienhaus optisch nicht zu stark von den übrigen Häusern des Ensembles abhebt.

Die Architektin und ihre Familie sind glücklich mit ihrem umgebauten Haus und verbringen nicht nur Ferien, sondern oft auch die Wochenenden mit Freunden im Tessin. Aus dem einstigen alten Ferienhaus ist ein modernes zweites Zuhause für die Familie geworden.

Wohlfühlhaus für drei Generationen

Susanne Fritz freut sich ganz besonders, dass das Haus nach dem Umbau auch ihrer Mutter, die ebenfalls immer viel Zeit im Tessin verbracht hat, sowie Tochter Lucie sehr gut gefällt. «Es ist ein Haus, das drei Generationen gefällt und wo wir uns alle wohlfühlen.» Berührt hat die Architektin eine weitere Aussage ihrer Mutter nach dem Umbau: «Sie meinte, was wir aus dem alten Ferienhaus gemacht haben, würde bestimmt auch meinem verstorbenen Opa und meinem verstorbenen Vater gefallen.»

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