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Switzerland

Energy Challenge: Diese Gletscher sind massiv bedroht

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Die Schweiz ist stark vom Klimawandel betroffen. Besonders deutlich zeigt sich dies bei den Gletschern.

Der 23 Kilometer lange Aletschgletscher ist ein bekanntes Schweizer Wahrzeichen, doch seine Grösse schwindet: Seit 1870 ist der flächenmässig grösste und breiteste Gletscher der Alpen bereits um drei Kilometer zurückgegangen. Im gesamten Alpenraum wird seit den 1980er-Jahren ein starker Gletscherschwund beobachtet. Dieser steht in direktem Zusammenhang mit den erhöhten Treibhausgasemissionen der Industriegesellschaft und dem dadurch verursachten globalen Temperaturanstieg. Berechnungen der ETH Zürich zeigen, dass bis ins Jahr 2100 deutlich mehr als die Hälfte des Gletschereises ausserhalb der Polregionen verschwunden sein dürfte.

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Allein im Jahr 2017 haben die Gletscher in der Schweiz 1500 Millionen Kubikmeter Eis verloren. Das ist mit 2003 und 2011 der stärkste Rückgang in der 100-jährigen Messreihe. «Würde man das Schmelzwasser der Schweizer Gletscher von 2017 an alle Haushalte im Land verteilen, könnte jeder damit ein 25-Meter-Schwimmbecken füllen», schreibt WWF Schweiz. Der Gletscher-Rückgang ist hierzulande gut sichtbar bei Hüttenzustiegen. Das bekannteste Beispiel dürfte die Konkordiahütte sein: Die Gebirgsunterkunft wurde einst bloss 50 Meter vom Aletschgletscher entfernt gebaut, der Zustieg wird jedoch jedes Jahr länger, und seit Jahren verbindet eine steile Treppe die Hütte mit dem Gletscher. Diese Treppe muss regelmässig verlängert werden.

In den Alpen ist der Wendepunkt bereits erreicht

Was sind die Folgen des Gletscherschwundes? Gletscher haben eine zentrale Rolle im Wasserkreislauf, da sie Abflussschwankungen ausgleichen. Kurzfristig bedeutet der Klimawandel aufgrund von Schmelzeis mehr Wasser für die Alpenregion. «Danach gibt es weniger Wasser und dieses wird schlechter verteilt. Vor allem in trockenen Sommern wird Gletscherwasser fehlen», warnt WWF Schweiz. In den Alpen liegt dieser Wendepunkt mit maximalem Wasserabfluss laut einer 2018 veröffentlichten ETH-Studie bereits hinter uns. «In den Alpen ist der Wendepunkt wohl jetzt erreicht. In den meisten Einzugsgebieten Südamerikas liefern die Gletscher schon heute weniger Wasser. In Asien und Nordamerika hingegen dürften die Gesamtabflüsse von Gletschern noch bis etwa Mitte des Jahrhunderts ansteigen und erst dann in einen Abwärtstrend übergehen», schreibt Matthias Huss, Oberassistent an der Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie an der ETH Zürich und Leiter des Schweizer Gletschermessnetzes in einem Blogbeitrag.

Ausserdem werden durch das schnelle Abschmelzen der Gletscher grosse Schuttareale freigelegt. Das lockere Gestein kann bei Starkregen als Murgang oder Erdrutsch Täler und Siedlungen gefährden. Laut WWF Schweiz war beim Bergsturz in Bondo im Jahr 2017 der Gletscher «zumindest ein Glied in der Unglückskette».

In der obigen Bildstrecke wird gezeigt, welche Schweizer Gletscher besonders stark schmelzen – oder bereits komplett verschwunden sind.

(sts)

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