Switzerland

Einigung mit Aktionären: James Murdoch kann bei MCH Group einsteigen

(wap) Dem Einstieg des amerikanischen Investors James Murdoch steht nichts mehr entgegen: Die MCH Group teilte am Dienstag mit, dass sie sich mit den Aktionären auf ein Vorgehen geeinigt habe. Der Sohn des amerikanischen Medienmoguls Rupert Murdoch und CEO von 21st Century Fox will mit seinem Family Office Lupa Systems bei der MCH Group einsteigen und so der von der Coronakrise schwer getroffenen ehemaligen Messe Schweiz dringend benötigtes frisches Kapital beschaffen.

Um Murdoch entgegenzukommen, hatte die MCH Group ein «Opting Up» vorgeschlagen: Demnach soll Murdoch bis zu 49 Prozent der Aktien kaufen können, ohne den Aktionären ein teures Übernahmeangebot machen zu müssen. Dagegen hatten sich zwei Aktionärinnen gewehrt: Die AMG Vermögensverwaltung und die LLB Swiss Investment, die sich beide im Besitz des Vermögensverwalters Erhard Lee befinden. Diesem gelang es, Murdochs Einstieg mit einer Einsprache zu blockieren. Sowohl die Übernahmekommission als auch die Finanzmarktaufsicht Finma gaben ihm Recht.

Der Kanton Basel-Stadt unterstützt die neue Lösung

Wie die MCH Group nun mitteilt, wird die LLB Swiss Investment AG alle pendenten Klagen zurückziehen und verzichtet auf neue Verfahren. Im Gegenzug wird die MCH Group die Modalitäten verändern. So sollen die bisherigen Aktionäre schon im ersten Schritt der Kapitalerhöhung beteiligt werden. Bei diesem werden zwei Millionen Aktien zu 15 Franken ausgegeben.

Mit der neuen Regelung erhält Erhard Lee die Möglichkeit, einen Teil seiner Bezugsrechte an Murdoch zu verkaufen. Die neuen Modalitäten sollen so bald wie möglich von einer ausserordentlichen Generalversammlung abgesegnet werden. Die vorgeschlagene Lösung werde sowohl von Lupa Systems als auch vom Kanton Basel-Stadt befürwortet. Letzterer ist zu einem Drittel an der MCH Group beteiligt.

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