Switzerland

DP World aus Dubai kauft sich beim Familienunternehmen Swissterminal ein

Der Hafenbetreiber DP World erwirbt zu einem ungenannten Preis 44% der Anteile des Schweizer Familienunternehmens Swissterminal. Das eröffnet der in Basel beheimateten Swissterminal Wachstumschancen.

DP World und Swissterminal haben mindestens eine Gemeinsamkeit und auch ein gemeinsames Ziel: Die beiden grössenmässig sehr unterschiedlichen Unternehmen wurden 1972 gegründet, und zusammen wollen sie nun ihre Marktposition im Frachtgeschäft ausbauen. Der Einkauf bei Swissterminal eröffnet DP World die Möglichkeit, das vorab im Nahen Osten und in Asien aufgespannte Absatznetz feiner zu spinnen. Das an der Dubaier Börse kotierte und mit annähernd 12 Mrd. $ bewertete Unternehmen DP World hat seine Wurzeln im Hafen Jebel Ali in Dubai und gehört mit einem Jahresumsatz von mehr als 8 Mrd. $ und rund 50 000 Mitarbeitern zu den weltweit fünf grössten Anbietern.

Swissterminal DP World will die Marktposition im Frachtgeschäft ausbauen. Im Bild der Terminal in Frenkendorf.

Swissterminal DP World will die Marktposition im Frachtgeschäft ausbauen. Im Bild der Terminal in Frenkendorf.

Swissterminal

Europa-Geschäft im Fokus

Im Kern geht es sowohl für DP World als auch Swissterminal um die Abfertigung von Containern in allen grossen Seehäfen und daran anschliessende Feinverteilung, wobei Zusatzdienstleistungen zur Abdeckung von Lieferketten immer wichtiger werden. Hinter Cosco aus China, Hutchinson aus Hongkong und PSA International aus Singapur sowie ungefähr auf Augenhöhe mit China Merchant Port kommt DP World zurzeit auf einen Weltmarktanteil von annähernd 9%.

In Europa ist DP World noch untervertreten, was mit ein Grund für die Beteiligung an der Swissterminal Holding AG ist. Swissterminal wird von der Familie Mayer geführt, und zwar auch in Zukunft. In einer Pressemitteilung verlautet dazu, im Rahmen der Transaktion mit DP World seien keine strukturellen Veränderungen geplant. Somit wird in einem ersten Schritt die Zusammenarbeit mit DP World Inland, die für das Logistikgeschäft der Dubaier auf dem europäischen Festland steht, vorangetrieben.

Martin Neese von DP World Inland stellt Neuinvestitionen in Aussicht und wertet die Swissterminal-Transaktion als gute Ergänzung, nachdem man vor allem in Belgien und Deutschland Fuss gefasst hat. Bei einem Jahresbudget des Dubaier Konzerns in der Grössenordnung von 1 Mrd. $ für Neuinvestitionen steht ohne Zweifel eine finanzkräftige Organisation bereit, um auch in der Schweiz einen Zacken zuzulegen. Die Dubaier haben unter der Führung von Sultan Ahmed bin Sulayem ihre Ambition, in Europa Marktanteile zu gewinnen, klar angemeldet. Vor gut einem Jahr wurde mit der Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung an Unifeeder und Feedertech diesbezüglich der Tatbeweis erbracht. 

Investitionsbedarf in der Digitalisierung

Roman Mayer, der Swissterminal führt, sieht dank dem Einstieg von DP World zahlreiche Chancen, um den Standort Schweiz als wichtige Drehscheibe für die weltweite Logistik weiter auszubauen. Swissterminal mit Sitz in Frenkendorf organisiert auf der Nord-Süd-Achse den Umschlag von Containern, mit Standorten in Basel-Kleinhüningen, Basel-Birsfelden sowie weiter in Zürich-Niederglatt und Liestal. Die Seehäfen in Rotterdam und Antwerpen im Norden sowie La Spezia, Genua, Ravenna und Triest im Süden sind hierbei wichtige Anlaufstellen.

Auf Anfrage erklärte Roman Mayer, als Schweizer Marktführer fertige Swissterminal im Jahr etwa eine Viertelmillion Container ab und setze in Kooperation mit DP World nun auf weiteres Wachstum. Es gehe vor allem darum, Schweizer Verladern ein attraktives, internationales Netzwerk anzubieten. Das bedinge auch grosse Investitionen in die Digitalisierung. Das Familienunternehmen lässt sich in finanziellen Belangen aus nachvollziehbaren Gründen nicht in die Karten blicken, aber es ist bekannt, dass zurzeit rund neunzig Mitarbeiter beschäftigt werden.

Erfolg mit einer Klage vor Gericht

Für einiges Aufsehen sorgte im vergangenen Jahr, dass Swissterminal mit einer Klage gegen den geplanten Grossterminal Gateway Basel Nord vor Bundesverwaltungsgericht reüssierte. Das Geschäft, das in der Startphase hohe staatliche Zuschüsse vorsah, wurde zur Neubeurteilung an das Bundesamt für Verkehr zurückgewiesen. Gerügt wurde vom Bundesverwaltungsgericht im Konkreten, dass das Bundesamt bei seinem Finanzierungsentscheid für Gateway Basel Nord Swissterminal und weiteren Firmen, die von der Grossinvestition betroffen sein könnten, im Verfahren die Parteirechte verweigerte.

Roman Mayer sagte seinerzeit dazu: «Wenn Gateway kommt, ist der Wettbewerb weg.» Man befürchtete mit anderen Worten, durch einen stark subventionierten Container-Terminal aus dem Markt gedrängt zu werden. Vorläufig ist die erste Etappe zur Erstellung des Grossterminals Gateway Basel Nord blockiert; der Bund wollte 83 Mio. Fr. für den Bau eines neuen Terminals für den Containerverlad zwischen Strasse und Schiene beisteuern, und der Kanton Basel-Stadt hat Gesamtinvestitionen von 115 Mio. Fr. in Aussicht gestellt. Die Sprecherin von Gateway Basel Nord ergänzte, man rechne infolge der gerichtlichen Auseinandersetzung nach jetzigem Wissensstand mit einer Verzögerung des Projekts um rund ein Jahr.

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