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Dinos Check: Sie kamen mit Fackeln und Mistgabeln

Man müsse sich innerhalb der Liga über die Verzögerung des geplanten Spielbeginns unterhalten, meinte Geschäftsführer Vaucher nach der Protestaktion der Spieler vom letzten Wochenende aus dem Schmollwinkel. Eine gar kleingeistige Drohgebärde des sogenannten Geschäftsführers der Liga. Als ob die Verzögerung selbst (ungefähr 2 Minuten) irgendwen kitzelt. Was will die Liga denn dagegen tun? Die Uhr zurückdrehen? Ganze Mannschaften sperren oder büssen?

Die Zeit hätte man ausserdem ruckzuck wieder reinholen können, indem man eine der auf 18 Minuten ausgewalzten Drittelspausen auf erträgliche 15 Minuten verkürzt hätte, so wie das der Standard war bevor die Klubs diese drei extra Minuten einführten, um den Wurstumsatz in die Höhe zu treiben. Die Wursttheken? Gerade geschlossen.

Überhaupt reagieren die Klubbosse teilweise überempfindlich auf die Aktion der Spieler, man könnte glauben, die wären mit Fackeln und Mistgabeln vor den Geschäftsstellen aufgetaucht und hätten die Herausgabe der Klubkasse verlangt.

Die Athleten sind immer das grundsätzliche Kapital im Profisport. Ohne sie geht nichts, und ersetzbar sind sie im High-End-Bereich auch nicht. Die Schweizer Eishockeyprofis entdecken diese Macht erst gerade für sich und reagieren geschlossen auf das Reformdiktat der tatsächlichen Geschäftsführer und Präsidenten der Liga.

Diese Entscheidungsträger haben sich mit blindem Eifer in eine ungemütliche Position manövriert und sich die Rolle des Schurken in dieser Klamotte selbst zugeschrieben. Unterstützt werden sie dabei von Denis Vaucher, der keine Gelegenheit auslässt, den Keil noch weiter in die Kluft zwischen die beiden Lager zu treiben. «Riesenflaschen» wären sie bezüglich Kommunikation, sagte beispielsweise Marc Lüthi. Vielleicht müsste man sich innerhalb der Liga erstmal darüber unterhalten.

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